Juli 2026 - Kapitel 8, Demenz betrifft Frauen gleich doppelt
Shownotes
Unser Gast:
Für diese Folge sind wir zu Gast in Köln bei Prof. Dr. Frank Jessen. Er ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Köln, leitet die klinische Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und gehört als Mitglied des renommierten World Dementia Council zu den weltweit führenden Köpfen in der Alzheimer-Forschung.
Wir sprechen mit ihm über das Thema Demenz: Ab wann normale Vergesslichkeit gefährlich wird, welche Risikofaktoren eine zentrale Rolle spielen und wie wir vor allem als Angehörige von Erkrankten im Alltag bestmöglich unterstützen und begleiten können.
Thema:
Chronisch-degenerative Erkrankungen wie Demenz belasten Familien oft intensiver und plötzlicher, als ihnen lieb ist. Gerade in der Lebensmitte erleben viele Menschen nicht selten, dass sich das Leben der eigenen Eltern verändert und erste Anzeichen von Vergesslichkeit für Verunsicherung sorgen. Diese Veränderungen und die Sorge vor der Zukunft können dazu beitragen, dass das Thema emotional stark in den Vordergrund rückt.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Jessen klären wir, wie Demenz entsteht, welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und warum eine rechtzeitige Frühdiagnostik so wichtig ist. Vor allem aber beleuchten wir, wie man erste Warnsignale richtig deutet und was wir als Angehörige tun können, um Betroffene im Alltag bestmöglich zu unterstützen. Ein tiefgründiges Gespräch über Vorsorge, Klarheit und den richtigen Umgang mit dem Vergessen.
Transkript anzeigen
00:00:04: Demenz verändert nicht nur den Menschen, der erkrankt.
00:00:08: Sie verändert ganze Familien.
00:00:10: Plötzlich wird aus einem Vater, der immer alles wusste ein Mensch der Orientierung sucht.
00:00:16: Aus einer Mutter, die uns durchs Leben begleitet hat, wird jemand, den wir selbst begleiten müssen und aus Nähe werden Verantwortung, Sorge oft auch Hilflosigkeit.
00:00:27: Gerade in der Lebensmitte trifft uns das mit voller Wucht.
00:00:30: Während wir versuchen, unseren eigenen Körper und die Veränderungen der Wechseljahre zu verstehen, altern unsere Eltern.
00:00:37: Und unweigerlich taucht diese eine Frage auf!
00:00:41: Kann mir das später auch passieren?
00:00:43: Wir haben mit Professor Dr.
00:00:45: Frank Jessen von der Uniklinik Köln über demenzielle Erkrankung
00:00:49: gesprochen
00:00:49: – darüber wann Vergesslichkeit noch normal ist…und wann nicht …was wir heute tun können um unser Gehirn möglichst lange gesund zu
00:00:58: halten."
00:00:59: Und darüber, wie wir einem
00:01:01: geliebten
00:01:02: Menschen zur Seite stehen können wenn Erinnerungen und Vertrautes langsam verloren gehen.
00:01:08: Ohne uns dabei selbst
00:01:09: zu verlieren!
00:01:10: Herzlich willkommen Professor Dr.
00:01:13: Frank Jessen.
00:01:19: Das wäre sehr nett Wenn du dich vorab einmal ganz kurz vorstellen kannst wer du bist was du machst.
00:01:25: Ja ich bin Psychiater seit schon dreißig Jahren im Thema Alzheimer Im Schwerpunkt unterwegs in der klinischen Forschung.
00:01:34: Patienten betreue ich aus dem ganzen Spektrum der Psychiatrie, aber im Forschungsschwerpunkt Alzheimer.
00:01:40: Früherkennung, Therapieforschung und Verwandtes.
00:01:43: Ich bin der Direktor hier der Klinik für Psychiatrien und Psychotherapie an der Universität in Köln Und auch am Deutschen Zentrum für Neurodegenerativer Erkrankungen als Forscher tätig und den verschiedenen Gremien die sich mit dem Thema Demenz, Forschung und Demenzversorgung beschäftigen.
00:02:00: Gut, dann gleich mal unsere erste Frage.
00:02:02: Nämlich was sind denn eigentlich Neurodegenerativer Erkrankungen?
00:02:07: Neuro-Degenerativa-Erkrankung sind da Krankungen bei denen die Gehirnzellen absterben.
00:02:12: Im normalen Elterwerden nehmen Gehirntzellen in der Anzahl ab und auch das hier ein Volumen etwas ab.
00:02:19: Bei Neurodegeneration ist es beschleunigt.
00:02:22: Die häufigste Neurodegenerativerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit, die auch die häufigste Ursache für Demenz ist.
00:02:29: Die zweithäufigste neurodegenerativer Erkrankung ist die Parkinsonerkrankung, die man wahrscheinlich auch kennt.
00:02:34: Wo es eher um motorische Bewegungsprobleme geht.
00:02:39: Wenn wir jetzt auf die Demenz gucken dann schwören da ja ganz viele Namen durch die Gegend.
00:02:45: Manche sprechen von alzheimer.
00:02:46: Es gibt vaskuläre Demenz hatten auch schon mal gehört.
00:02:49: Kannst du einmal ganz kurz sagen welche unterschiedlichen Formen dieser Demenz es gibt?
00:02:54: Demenz bedeutet eigentlich nur die Beschreibung eines Zustandes, wo jemand eine Verstechterung der geistigen Leistungsfähigkeit bekommen hat bis zu einem Grad, dass er selber deswegen nicht mehr selbstständig leben kann.
00:03:08: Also das ist die Demenzdefinition und die sagt jetzt nichts aus über die Ursache.
00:03:13: Es gibt verschiedene Erkrankungen, die einer Demenz zur Grunde liegen können.
00:03:19: Alzheimer ist die häufigste.
00:03:21: Das ist eine definierte Gehirnerkrankung.
00:03:26: Ablagerungen im Gehirn gibt die zur Neurodegeneration und zum steunigen Gehirnenabbau führen.
00:03:32: Waskuläre Demenz gibt es auch, das ist eine Demenz die durch Hirndurchblutungsstörungen bedingt ist also kleine oder große Schlaganfälle zB.
00:03:41: Dann gibt es noch Demenzen aus dem Bereich der Parkinsonerkrankung oder die mit Parkinson verwandt sind zum Beispiel die sogenannte Lebikörperchen-Demenz.
00:03:50: Seine Zwischenform ist zwischen Alzheimer und Parkinson.
00:03:54: Eine weitere Form sind die sogenannten frontotemporalen Demenzen.
00:03:57: Das ist so eine Übergruppe von insgesamt seltenen Demenzformen, die auch eher jüngere Patienten betreffen also jünger ab fünfzig, die sich dann nochmal wieder anders äußern symptomatisch, die aber auch zu einer Neurodegeneration führen.
00:04:15: Es gibt da noch ganz viele seltene Formen Aber das sind so die häufigen oder die typischen mit denen man sogar in der Klinik viel zu tun hat.
00:04:22: Was würdest du sagen, sind erste Anzeichen?
00:04:24: Worauf muss ich
00:04:25: achten.
00:04:25: Wann sind Gedächtnisveränderungen vielleicht auch altersgerecht und wann sind sie klinisch auffällig?
00:04:30: Ja das ist eine wichtige Frage.
00:04:33: Wir haben eben über die verschiedene Demenzformen gesprochen Die sich alle unterschiedlich äußern.
00:04:38: Die häufigste ist die Alzheimer-Form Und die äußert sich eben durch diese typischen Gedächenestörungen was man auch so landläufig kennt.
00:04:46: Nun ist es natürlich so dass das Gedechnis auch beim normalen Alter werden etwas abnimmt.
00:04:53: Und da gibt es so ganz typische Leistungsschwächen, die zum Beispiel abrufen von Namen und Worten und Begriffen.
00:05:00: Das ist etwas was beim gesunden älter werden.
00:05:03: Warum auch immer?
00:05:04: man weiß nicht warum aber was typischerweise auftritt?
00:05:07: Was aber nicht zu einer Krankheit jetzt erstmal führt Denn gibt es Unkonzentriertheit Ich verleg meinen Schlüssel und weiss nicht wo das ist ich gehe in Keller und weiß nicht mehr was sich da wollte und so.
00:05:19: Auch das ist noch kein Alarmsignal.
00:05:21: Alarmsignal ist, wenn ich regelmäßig Dinge insbesondere im Kurzzeitgedächtnisbereich vergesse.
00:05:28: Also ich vergesso zum Beispiel Dinge, die mich mit jemandem besprochen habe und zwar konzentriert besprochen hab' Und kann sie nach ein oder zwei Stunden nicht mehr erinnern und dass regelmäßig in einem Ausmaß, dass es auch anderen auffällt Wenn so etwas ist und so etwas dauerhaft ist, sag ich mal für Wochen-, Monate anhält.
00:05:50: Das ist nicht normal und dann sollte man sich untersuchen lassen.
00:05:52: Und interessanterweise stört das Umfeld eigentlich ziemlich gut, was normal ist und was nicht normal ist.
00:06:01: Also wenn das umfeld sagt da ist nichts beunruhigungswertes denn ist am meisten auch nichts.
00:06:07: aber wenn das Umfelt sagt Da ist mir etwas aufgefallen dass es nicht mehr normal im Bereich der Vergesslichkeit Dann sollte man hell für euch werden.
00:06:17: andere Symptome sind noch Orientierungsschwächen, zum Beispiel wenn man irgendwo zum ersten Mal ist im Urlaub oder so und auf einmal findet man sich nicht mehr zurecht wie man das von sich selber jetzt gar nicht kennt.
00:06:31: Das ist oft auch mal so ein Erstmanifestationssymptom oder eben auch so dass man komplexe Dinge nicht mehr hinkriegt also dass man den Überblick verliert bei seinen schreibtisch Arbeiten oder in einer Art und Weise wie man es von sich auch nicht kennt Das eben auch nicht nur einmal oder zweimal, sondern als dauerhaftes Phänomen.
00:06:50: Das sind so typische Erstzeichen!
00:06:52: Das heißt, dass man Dinge verlegt oder das Aufgaben einem so überdimensioniert vorkommt.
00:06:58: Dass man sie nicht mehr bewältigen kann?
00:07:00: Oder was meint ihr damit?
00:07:01: Dass
00:07:01: man den Überblick verliert und es nicht mehr hinkriegt.
00:07:05: Ich schaffe das irgendwie nicht.
00:07:06: Und dass man anfängt die Dinge auch zu vermeiden.
00:07:09: Das ist oft auch, was man hört zu den Erstgesprächen.
00:07:11: Da werden Sachen übernommen weil das nicht mehr klappt.
00:07:14: So, das ist auch etwas, was oftmals auffällig sein kann oder wo man weitergucken sollte.
00:07:22: Frauen erkranken häufiger an Alzheimer als Männer.
00:07:26: Stimmt das?
00:07:27: Und warum ist es so?
00:07:28: Das stimmt auf jeden Fall, erstens werden Frauen älter und alter ist der Hauptrisikofaktor für Demenz.
00:07:42: allerdings haben Frauen auch ein erhöhtes Demenz-Risiko.
00:07:45: wenn man diesen Faktor nicht berücksichtigt also In gleichen Altersstufen haben Frauen ein etwas erhöhtes Demenzrisiko.
00:07:54: Woran das liegt, ist nicht ganz klar.
00:07:57: Es gibt wahrscheinlich biologische Ursachen.
00:08:01: Zum Beispiel hat man jetzt festgestellt dass sich diese Haupthirnveränderungen von Alzheimer... Das ist ja zum einen die sogenannte Amyloid.
00:08:10: Das sind so Ablagerung im Gehirn und die andere Typus von Ablaggerung heißt Tau.
00:08:16: Und diese beiden sind diese Ablagungen lieber Alzheimer stattfinden und die auch die Gehirnzellen schädigen.
00:08:21: Und da hat man jetzt in neuesten Studien festgestellt, dass das bei Männern und Frauen unterschiedlich ist, dass Frauen teilweise mehr von diesen Ablagerungen haben.
00:08:31: Warum ist erstmal nicht klar?
00:08:34: Es gibt natürlich das große Thema, ja ich sag mal Menopause-Sexualhormone.
00:08:39: Da ist es ja so, dass bei Frauen ein starker Oestrogenabfall stattfindet Und man weiß, bei Männern gibt es ja auch ein Testosteronabfall.
00:08:47: Der ist aber eher so langsam gleichförmig.
00:08:50: Man weiß – auch wenn das noch einen schlechten Untersuch des Gebietes ist – dass die Sexualhormone in Gehirneffekte haben.
00:08:58: Das ist eine relativ neue Forschung, wo man jetzt erst langsam versucht, die Mechanismen, die dahinter liegen zu verstehen.
00:09:04: Es gibt aber auch, ich sage mal, sociologische Faktoren also in der Generation, die jetzt von Demenz betroffen ist.
00:09:12: teilweise einen erheblichen Unterschied bei gleicher Intelligenz im Ausbildungsstand und auch in der beruflichen Entwicklung.
00:09:21: Man weiß, dass Bildung und lebenslange kognitiver Aktivität auch zum Beispiel im Kontext von Beruf das Demenzrisiko beeinflussen.
00:09:31: Also je höher meine Bildung ist und je mehr aktiv ich geistig im Beruf bin Desto mehr schützt das vor Demenz.
00:09:39: Und in der Generation, die jetzt von Demenz betroffen ist, sei ich sage mal Mitte-Siebzig bis Neunzighundert sind natürlich viele Männer, die gearbeitet haben und viele Frauen, die geringeren Ausbildungsstand hatten und auch nicht gearbeitet hat bei gleicher Grundintelligenz.
00:09:58: Das spielt wahrscheinlich noch eine Rolle.
00:10:00: Das sollte man immer wissen.
00:10:02: dass diese geistige Aktivität natürlich ein Faktor ist
00:10:06: Das ist ja total interessant, das heißt aber man dürfte vielleicht sogar warten, dass sich das auf eine Gleichmäßigkeit bei Männern und Frauen einpendelt.
00:10:14: Hab ich vorher noch nie so drüber nachgedacht kommt mir jetzt gerade erst in den Sinn.
00:10:18: Man hat ja in der Sowjetunion und auch in der ehemaligen DDR war die Frauenarbeitstätigkeit viel viel höher Auch in leitenden und akademisch anspruchsvollen Berufen.
00:10:31: Das ist natürlich eine wichtige Feldstudie, die man jetzt machen könnte.
00:10:35: Aber konkrete Zahlen habe ich da nicht.
00:10:38: Jetzt in den neuen Bundesländern zu schauen wäre sicherlich mal interessant aber da hätte man so einen gewissen Anreiz weil der war ja die Berufstätigkeit bei Frauen bei über neunzig Prozent und eben auch sehr viel akademische Beruf und auch sehr viele Leitungsfunktionen.
00:10:52: Aber vielleicht dazu noch wie wichtig das ist sieht man auch beim Männern häufig nach dem Renteneintritt.
00:11:02: Also ich kenne viele Patienten, die also jetzt Männer oder auch Frauen, die dann gearbeitet haben bis zum Renteneintritt.
00:11:11: alles war gut und so drei vier Jahre später kommen dann die ersten Symptome aber einfach die kognitiver Aktivität sehr stark nachlässt.
00:11:20: Grat, ich sag mal über fünfundsechzig ist es sehr wichtig sich nicht nur körperlich sondern auch geistig aktiv zu halten.
00:11:26: und wenn man nicht wie der Interessenhobbys groß im Bekanntenkreis oder so hat ist das gar nicht so einfach.
00:11:31: Und da kommt schon eine kognitive Vernachlässigung fast schon auf die eben dann das Risiko für Demenz erhöht.
00:11:40: Große sozialer Faktor.
00:11:43: Wäre das dann auch so, was ich weiß.
00:11:45: Auch meine Oma, die hat früher in der Prisma diese Fernsehzeit und immer diese Kreuzworträtsel gemacht, bleibt denn gehirnfit?
00:11:57: Ist da wahrscheinlich eine gute Möglichkeit?
00:11:59: oder gibt es noch andere Möglichkeiten, wo du jetzt sagst... zum Beispiel kein großen Freundeskreis hat und sich der Mann oder die Frau sich ab über fünfundsechzig fit halten möchte.
00:12:09: Was wären so kognitive Sachen, die man machen könnte außer jetzt Kreuzporträtsel vielleicht?
00:12:14: Also wichtig ist halt dass man irgendwas macht was einem Spaß macht.
00:12:18: das muss auch nicht jetzt Gedächtnis-Training im engeren Sinn sein also musizieren zb ist sehr gut an Instrumentspielen Auch natürlich dieses berühmte Tanzen, was ja immer so die Kombination aus Film ist.
00:12:31: Manche lernen noch mal eine Sprache, was jetzt wirklich kognitiv anspruchsvoll ist.
00:12:37: Jede Art von Hobby, das man verfolgt und jede Art von Interesse.
00:12:42: Es gibt aber inzwischen auch wenn man dafür offen ist im Bereich Computerspiele – da gibt es ja die sogenannten Serious Games also Gamification von kognitive ansprungsvollen Aufgaben.
00:12:56: Ich denke, vielleicht die aktuelle Generation in dem Alter ist noch nicht so sehr.
00:13:00: Aber ich denke, dass das eine große Rolle spielen wird in den nächsten Jahrzehnten.
00:13:04: Dass man durch spielerische Art, die auch Spaß macht, wo so Motivationspsychologisch Elemente drin sind, auch solche Arten von kognitiv anregenden Spielen machen würde im Computer.
00:13:17: Das wird sicherlich kommen und ist sicherlich sinnvoll!
00:13:20: Welche Rolle spielen soziale Gruppen und auch Großstamie zum Beispiel?
00:13:24: Das haben wir ja fast gar nicht mehr.
00:13:25: Viele Menschen sind einsam.
00:13:27: Einsamkeit ist ein Megaproblem, das sehen wir jeden Tag jetzt nicht nur im Kontext von den Männern, sondern auch im Kontex von Depression aus vielen Gründen.
00:13:37: Ein Grund ist sicherlich die emotionale Seite und ein anderer Grund ist die mangelnde Anregung.
00:13:44: Also eine soziale gruppe ist natürlich immer das Beste Und wenn es nicht die Familie ist, dann Wandergruppen oder Ehrenamt, wo man irgendwie eine soziale Interaktion hat.
00:13:54: Also solche Sachen sind sehr wichtig.
00:13:56: Einsamkeit ist ein Thema für sich was ja auch mit dem erhöhten Stresslevel einhergeht und was ein kardiovaskuläres Risiko mit sich bringt also weil der Mensch am Ende doch im Regelfall ein soziales Wesen ist.
00:14:07: Es gibt immer einzelne Ausnahmen, die alleine sind aber die meisten sozial und zu wenig soziale Kontakte.
00:14:15: Das kann man auch nachweisen für zu einem erhöhten Stressniveau, was dann wiederum alle möglichen negativen Effekte hat.
00:14:31: Ist Demenz denn vererbbar?
00:14:32: Und gibt es da ein Gentest
00:14:35: oder...?
00:14:37: Also Demenz ist... Wie alle häufigen Erkrankungen nicht im Engeren sind vererbbar, aber es gibt eine Veranlagung.
00:14:48: Also eine sogenannte Familiarität.
00:14:52: Das gilt auch für Demenz, das heißt wenn man einen erstgradigen Verwandten mit einer Demenz hat, hat man ein ungefähr anderthalbfach erhöhtes Risiko im Vergleich zu jemandem der keine demänzerkrankenverwandten hat.
00:15:05: Aber diese Familiarität wird sehr komplex genetisch weitergegeben.
00:15:11: Wahrscheinlich über hunderte von Genen mit kleinen Effekten, sodass es keinen Gen-Tester dafür gibt.
00:15:18: Es gibt ein einzelnes Gen was grundsätzlich das Risiko erhöht Das ist der sogenannte ApoE-Gen.
00:15:26: Das gibt's in verschiedenen Varianten ungefähr fünfzehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung eine Variante die mit einem erhöhten Risiko verbunden ist.
00:15:35: Aber das wird auch nicht empfohlen im Moment zu testen, weil man kann auch ohne eine Demenz bekommen.
00:15:40: Wenn man es hat heißt es noch lange nicht dass man eine Demanz bekommt.
00:15:43: also schwierig ist einfach ein Risikofaktor.
00:15:47: und als letztes gibt es noch bei Alzheimer und auch bei der frontotemporalen Demenz richtige genetische Varianten dem engeren Sinn die man wirklich richtig vererbt mit Mutationen wie kann man auch testen aber diese sind sehr selten.
00:16:03: Wenn das in einer Familie vorkommt, dann könnte man ja vielleicht auch davon ausgehen, dass zum Beispiel eine Familie, wo Bildung eine Rolle spielt.
00:16:10: Die Kinder auch wieder Bildung erfahren.
00:16:11: Das heißt die Sozialisierung in der Familie... Welche Rolle spielt die?
00:16:17: Also Sozialisierung ist in der Familien gesunder Lebensstil und alles andere zusammen.
00:16:23: was beeinflussbar ist sagt man inzwischen fast die Hälfte des Lebenszeitrisikos hängt davon ab.
00:16:30: Das sind die sogenannten potenziell veränderbaren Risikofaktoren.
00:16:35: Also da gehört eben die Bildung dazu, über die wir schon gesprochen hatten.
00:16:39: Dazu gehören dann so sämtliche baskuläre Risikophaktoren, die man kennt also Diabetes, Übergewichtbewegungsmangel, Rauchen alles.
00:16:50: Risikovaktoren auch für Alzheimer, nicht nur für baskuleere Erkrankungen aber auch für Alzheimer.
00:16:55: Dann Depression ist ein Risikofaktor für Alzheimer später Einsamkeit, hatten wir gesagt.
00:17:02: Sehstörungen und Hörstörung sind Risikophaktoren und auch Kopfverletzungen.
00:17:09: Kopf Verletzung auch durchaus im jungen Erwachsenenalter erhöhen statistisch das Risiko für eine Demenz im Ohnalter.
00:17:19: Also den Kopf sollte man schützen.
00:17:21: Warum ist es denn mit dem Hören?
00:17:22: Wie kommt das denn aus?
00:17:25: Ja, das ist noch nicht so richtig klar.
00:17:28: Meine persönliche Erklärung ist, dass dadurch der Input ins Gehirn reduziert wird.
00:17:34: Dann kann man sich eine Brille holen und ein Hörgerät.
00:17:37: Und es ist extrem wichtig, dass man das tut.
00:17:40: Eine Brille hole man sich schnell weil wenn man schlecht sieht kommt man schlecht zurecht.
00:17:44: Das toleriert man nur kurz.
00:17:47: Schlechtes hören wird allerdings oft lange toleriert, weil man sich nicht eingestehen möchte oder nicht traut ein Hörgerät zu haben.
00:17:55: Und das ist schlecht!
00:17:57: Es gibt ja auch Menschen die durchaus schon mit unter fünfzig schlecht hören und da kann man nur empfehlen wirklich auch darauf zu achten und sich dann einen Hör Gerät zu besorgen, weil es für das Gehirn wichtig ist diesen Input zu haben und die Hör-Geräte heutzutage ja auch sehr dezent sind dass man sie eigentlich kaum noch sieht.
00:18:16: als eine Folge der Wechseljahre wird ja auch von diesem sogenannten Brainfog gesprochen, mentale Erschöpfung.
00:18:22: Also Burnout ist ein Thema Reizbarkeit auf dem Kontext von Stress.
00:18:27: dort ist grad schon drüber gesprochen und es gibt doch diese hormonellen Veränderungen.
00:18:30: welche Rolle spielen denn so zum Beispiel neuro-inflammatorische Prozesse bei Demenzerkrankungen?
00:18:36: Ja, also eine wichtige wahrscheinlich.
00:18:39: Neuroinflammation ist ja so ein ganz großes neues Thema.
00:18:43: Neuroinflammation heißt ja Aktivierung des Immunsystems im Gehirn.
00:18:48: Das ist in gewissen Umfang natürlich auch erforderlich um da Krankheiten abzuwehren im Gehirn.
00:18:54: Wir wissen aber das bei Neurodegenerationen, also bei Alzheimer zum Beispiel auch dieses hier eigene Immun-System die neuere Inflammation angeschaltet.
00:19:05: Das weiß man auch aus der Genetik, dass bestimmte Varianten von neuro-inflammatorischen Genen natürlich das Alzheimerrisiko mit sich bringen.
00:19:13: Wie das jetzt alles ganz genau zusammenhängt?
00:19:15: Was da jetzt zuerst ist und was danach also zuerst die Ameloidablagerung oder dann die Inflammation und dann die Neurodegeneration oder wie da die Einfolge ist – das ist alles nur relativ.
00:19:27: Unklar, es gibt natürlich in Tiermodellen Untersuchungen aber wie das bei Menschen zusammenhängt ist noch nicht so richtig klar.
00:19:36: Das Thema stressbezogene psychische Störungen und Depressionen Angst gehen ja gelegentlich auch mit Neuroinflammation einher Und insofern gibt's da auch einen Link.
00:19:48: Es ist auch so dass jetzt wenn man nochmal die Depression anschaut es gibt Studien die zeigen dass je länger man im Leben klinisch depressiv ist, also jetzt einfach nicht nur mal schlechte Stimmung kann sondern richtig depressiv krank ist.
00:20:05: Je mehr Zeit im Leben man so verbracht hat, desto höher ist auch Jahrzehnte später noch das Demenzrisiko weil da vielleicht auch neuro-inflammatorische Prozesse diskrete Schäden sag ich mal auch im Gehirn setzen die dann die die Vulnerabilität dann später wenn eine Alzheimerkrankheit kommt dann auch wirklich richtig krank zu werden irgendwie noch erhöht.
00:20:27: Also da gibt es so Zusammenhänge, man weiß auch dass Soldaten die eine posttraumatische Belastungsstörung haben ein erhöhtes Demenzrisiko haben weil auch eine postraumatische Belastung Störung ist ja im Prinzip eine Art von ständiger Stresserkrankungen.
00:20:42: durch immer wieder erinnern der traumatisierenden Ereignisse kommt das immer wieder zu einer erhöhten Stressreaktion im Körper Und das ist auch Gehirnstress im wahrsten Sinn und führt dann dazu, dass man Jahrzehnte später auch ein erhöhtes Demenzrisiko hat.
00:20:58: Inwiefern jetzt diese Themen um die Wechseljahre Brain Fork und so etwas da eine Rolle spielen?
00:21:05: Ist alles nicht so ganz klar.
00:21:06: aber vieles davon hat eben auch mit Stress zu tun und Stress führt eben dann auch zur Hirnstresse und im Zweifel auch zu neuroinflammatorischen Aspekten.
00:21:17: Würdest du sagen, dass es sehr großen Sinn macht aus diesen Stresssperalen?
00:21:22: Sei's im Job.
00:21:23: Sei es in Partnerschaften.
00:21:26: Sei ist einfach mit irgendwelchen anderen Dingen da auszusteigen und dass man damit dann das Risiko auch wieder verringert, demenzkrank zu werden?
00:21:33: Ja ich glaube nicht nur demenzkrank zu werden sondern generell.
00:21:36: zum einen geht es ja auch um die Lebensqualität.
00:21:39: wenn man ständig im Stress ist ja auch die Lebens Qualität nicht so hoch.
00:21:43: Also das ist ja der unmittelbare Gewinn.
00:21:45: Und dann wissen wir, dass natürlich diese stressbezogenen Dinge das Risiko für Demenz tendenziell vielleicht erhöhen können aber natürlich auch für Kardiovaskolära Erkrankungen und andere Erkankungen oder auch für... Ist man vielleicht zu viel dringend?
00:21:59: Oder irgendwelche Tabetten anfängt zu nehmen?
00:22:03: Insofern ist es sehr wichtig Stress reduzierend vorzugehen.
00:22:07: und da gibt's jetzt nach meiner Erfahrung eigentlich zwei Großgruppen, die einen profitieren mehr von Entspannungsverfahren, Achtsamkeit, Meditation und Dingen in diese Richtung.
00:22:19: Und die anderen profitieren eher von sport- und körperlicher Bewegung.
00:22:22: Da sind so die zwei großen Möglichkeiten für die allermeisten Menschen regenerativ zu arbeiten und Stress abzubauen.
00:22:31: Ist
00:22:31: das mit vierzig schon zu spät?
00:22:33: Nein es ist nie zu späht!
00:22:36: Eines wirklich nicht zu späd Bei Menschen in einem Kontext von Demenz, die ihr Leben lang wenig gemacht haben und dann mit siebzig anfangen sich mehr zu bewegen.
00:22:44: Und zu ernähren und so weiter haben auch noch einen Effekt.
00:22:48: also das ist nie zu spät.
00:22:50: Also es quasi mit vierzig anzufangen sogar auch noch eine ganz gute Zeit wenn man merkt ich möchte jetzt was für mich tun um halt im späteren Alter wirklich gesund zu sein?
00:23:00: Ja
00:23:01: man kann schon sagen dass sage ich mal Alterungsprozesse im Körper so irgendwo ab vierzig anfangen.
00:23:08: verzeiht der Körper einiges, aber dann muss man anfangen oder wenn man das möchte jeder ist ja sozusagen sein eigenes glückes schmied.
00:23:17: Aber wenn man also lange gesund leben möchte sicherlich vierzig ein alter wo man anfingen sollte auf Stress aber eben auch Ernährung Bewegungen zu achten.
00:23:27: Der Schwerpunkt einer Forschung liegt ja auch auf der Früherkennung.
00:23:31: Und wenn du da nochmal was zu sagen kannst, was können wir präventiv wirklich tun?
00:23:35: Was ist der aktuelle Forschungsstand bei euch?
00:23:37: Präventive in Bezug auf Demenz.
00:23:39: Genau.
00:23:40: Also eigentlich das, was wir schon so besprochen hatten.
00:23:43: Zunächst mal auf die allgemeinen Risikofaktoren zu achten, die für viele Krankheiten gelten.
00:23:50: Das ist für Demenz auch total wichtig also die regelmäßige körperliche Bewegungen die geistige und soziale Aktivität, die ausgewogene Ernährung, die so mediterran orientiert sein sollte.
00:24:02: Es gibt da diese mediterrane Diät oder auch die sogenannte Mind-Diode, also M-I-N-D, Mind-diode.
00:24:10: Das sind so Ernährungsdiele, die gesundheitsförderlich sind.
00:24:14: das findet man im Internet sofort die Diagramme dazu wie das sich zusammensetzt.
00:24:19: Dann natürlich darauf achten, dass man nicht solche chronischen Erkrankungen hat wie Diabetes oder ein leichter schlummernden Diabetes.
00:24:26: Oder eine unmachhandelte Nichterkante, hohen Blutvogh- oder Schilddrüsenstörung oder ähnliches.
00:24:33: Ja dann, Schlaf ist wichtig.
00:24:35: haben wir noch nicht drüber gesprochen.
00:24:37: Das ist auch so ein neues Thema das man gesehen hat Dass Menschen die wirklich lange Jahre chronische Schlafstörungen haben und etwas erhöhtes Demenzrisiko haben.
00:24:48: Das hat wahrscheinlich was damit zu tun, dass das Gehirn in der Nacht im Tiefschlaf bestimmte Reinigungsmechanismen hat.
00:24:55: Die erforderlich sind für Hirngesundheit und die werden aber nur in bestimmten Tief-Schlafphasen erreicht.
00:25:00: Und wenn man das jetzt regelmäßig nicht erreicht, es geht hier nicht um zwei Wochen schlecht schlafen sondern über Jahre dann erhöht das auch das Demenzrisiko.
00:25:10: also das ist auch ein wichtiger Punkt.
00:25:11: wenn man nicht gut schläft hat das viele negative Effekte bis hin zu erhöhtem Demenzrisiko.
00:25:19: Genau, Kopfverletzungen vermeiden hatten wir schon gesagt.
00:25:23: Alkohol... Früher hat man gesagt ein bisschen Alkohl ist besser als kein Alkuhol.
00:25:29: Es gibt andere Stimmen die sagen jeder Tropfen Alkhole ist schlecht.
00:25:32: Das ist statistisch vielleicht so.
00:25:37: was sicherlich richtig ist es dass über halbe Flasche Bein am Tag für den Durchschnittsmenschen wahrscheinlich schon zu viel ist und da sollte man eben auch darauf achten, das sind eigentlich so die wichtigen Dinge.
00:25:52: Und eben Hörgerät
00:25:54: und Brille?
00:25:55: Ja.
00:25:55: und dann natürlich dieses Thema Einsamkeit vermeiden und Sinnstiftung.
00:25:59: ich glaube dass es auch total wichtig.
00:26:02: wir sehen viele Menschen hat auch eben nach der Rente dann nicht mehr bisschen für was sie eigentlich da sind.
00:26:08: Und diese Sinnhaftigkeitserleben ist auch ein ganz, ganz großer Faktor für Gesundheit wenn die Kinder dann aus dem Haus sind oder so, dass man versucht also nicht nur Dinge zu machen um den Tag zu füllen sondern auch Dinge tut die man als sinnvoll und sinnstiftender lebt.
00:26:25: Was sind eigentlich die klassischen Stadien einer Demenzerkrankung?
00:26:28: Kann man das klar sagen so durchschnittsmäßig?
00:26:31: Wir sprechen auch wieder über die Alzheimer-Krankheit.
00:26:34: Die erstreckt sich ja über viele, viele Jahre und man kann eigentlich vier Stadien unterteilen.
00:26:40: also es gibt einen oder eigentlich fünf Fünfe der Stadion wo man die Krankheit im Gehirn sich entwickelt aber wo man nichts davon spürt.
00:26:46: diese diese Phase dauert zehn, fünfzehn Jahre da merkt man aber nichts davon.
00:26:51: Und dann gibt es die erste Phase die dauerten paar jahre typischerweise wo man sage ich mal Kurzzeitgedächtnisstörungen hat vielleicht noch ein bisschen darüber hinaus, wo man aber noch keine richtige Demenz hat.
00:27:04: Wo man auch noch selbstständig zurechtkommt.
00:27:06: das nennt mir leichte kognitive Störung.
00:27:09: Das kann viele Ursachen haben.
00:27:10: als einmal ist eine mögliche Ursache es kann noch viele andere Ursachen Haben.
00:27:15: Dann kommt die Phase der leichten Demenz.
00:27:17: dass ist da wo man dann schon Die deutliche Kurzeitgedächtnisstörung hat auch beginnende Langzeitgedächenestörungen, wo man sich an fremden Orten zunehmend schwierig orientieren kann.
00:27:29: Man Probleme hat Sachen zu organisieren Dinge auch handwerkliche Sachen hinzubekommen so etwas und das dauert auch ein paar Jahre.
00:27:39: dann kommt die mittelschwere Phase.
00:27:41: da hat man dann schon auch starke Langzeitgedechnisprobleme.
00:27:44: man hat zunehmen Sprachproduktions- und Verständnisprobleme Orientierungsstörungen, teilweise also auch in sehr vertrauter Umgebung.
00:27:52: Man braucht Unterstützung bei basalen Alltagsdingen wie Ankleiden, Körperpflege und so.
00:28:00: Und die schwere Demenz ist dann eben quasi gar kein Gedächtnis mehr da ist wo man eigentlich nur im Jetzt sozusagen lebt Auch im Haus in der Wohnung sich nicht mehr orientiert oder orientieren kann, wo man teilweise vertraute Personen nicht erkennt.
00:28:15: Wo man bei allen Dingen des Alltags Unterstützung braucht.
00:28:20: Genau und dann gibt es vielleicht noch in diesem Bereich da nochmal die Phase der wirklichen Bettleglichkeit, woman überhaupt nicht mehr kommunizieren kann.
00:28:28: Das ist dann so vielleicht die schwerste Phase Und das zieht sich unterschiedlich lang.
00:28:35: Bei manchen zieht es sich, wie gesagt über fünfzehn Jahre so ein Prozess bei anderen geht es aber auch in vier fünf sechs sieben Jahren von leicht bis lebensende.
00:28:47: Was ist denn die durchschnittliche Lebenserwartung?
00:28:49: Es
00:28:50: ist schwierig das zu bemessen weil die Frage immer Ab welchem Zeitpunkt?
00:28:57: Es gibt Studien ab Zeitpunkt der Diagnosestellung.
00:28:59: Aber Diagnostellungen ist ja oft so, dass sie ja kankt dann eigentlich schon jahrelang, also sowieso stumm im Gehirn schlummert und manchmal auch schon symptomatisch war längere Zeit bevor die Diagnose gestellt wird.
00:29:11: Aber ab Diagnosisstellung gibt es so Zahlen von ungefähr sieben acht Jahren im Durchschnitt.
00:29:17: aber bei manchen sind's halt eben auch nur vier fünf Jahre und beim Manchen können das auch über zehn-fünfzehn Jahre sein.
00:29:24: Und als Todesursache ist das dann, was führt dann letztendlich zum Tod?
00:29:28: Dass die nicht mehr schlucken oder dass sie nicht mehr essen.
00:29:30: Alle Komplikationen der schweren Pflegebedürftigkeit.
00:29:33: Also am Ende wenn man nicht an etwas anderem stirbt.
00:29:35: vorher ist man am Ende bettlegrig und voll pflege bedürftig.
00:29:39: Dann sind es Infektionen, Thrombosen, Ernährungsprobleme... Es ist auch schwierig, wenn die Nahrungstuch vor Schwierig ist eine ausgewogene Ernährung noch hinzubekommen.
00:30:01: Ich würde gerne einmal kurz den Zwitsch machen.
00:30:03: Wir haben jetzt drüber gesprochen, was es ist, wenn man selber glaubt an Demenz vielleicht erkrankt zu sein?
00:30:10: Was ist denn, wenn ein Angehöriger ist?
00:30:12: Was sind dann so die wichtigsten medizinischen Tipps, äh, die du Angehöregen geben kannst also in Bezug auf Diagnostik und auch dann hinterher die Behandlung.
00:30:22: wie sollen die da am besten vorgehen?
00:30:24: Wichtig ist zunächst mal Wenn man sowas vermutet nicht so lange zu warten bis man das anspricht.
00:30:31: Es ist leider so im Gegensatz zu den meisten anderen Erkrankungen, dass es bei einigen Patienten so ist, dass sie das Krankheitsgefühl nicht so da ist und dass es schwierig ist darüber zu sprechen oder die Person zu motivieren, das Untersuchen zu lassen.
00:30:45: Das ist eine ganz besondere Herausforderung bei diesen Erkrankungen – das gibt's jetzt bei Krebs oder so, gibt's das typischerweise nicht!
00:30:52: Also, das muss man versuchen zu überwinden vielleicht durch ein besonders vertrauensvolles Verhältnis zum Hausarzt oder durch den Einbezug von guten Freunden.
00:31:01: Nicht so lange warten dann die Beschwerden dem zunächst mal im Hausarz vorabtragen und wenn man an der Stelle nicht weiterkommt was leider manchmal passiert, wenn er sagt ja dass es altersbedingt, dann macht sich aber weiter Sorgen dann zur Facharzt zu gehen.
00:31:17: Das wäre Neurologe oder Psychiaterin.
00:31:21: Und dann gibt es an allen Unikliniken und an vielen großen Krankenhäusern auch inzwischen sogenannte Gedächtnisambulanzen, also Spezialambulanzen für Frühjahrkennung und Diagnostik von Demenz-Erkrankungen.
00:31:32: Und sich dorthin zu wenden um eben eine entsprechende Diagnostic zu bekommen Das kann ja auch sein.
00:31:39: das ist keine Alzheimer Krankheit oder nichts Schlimmes ist oder irgendwas was man völlig anders behandelt.
00:31:45: Auch das kann ja sein.
00:31:46: nicht jede gedechne Störung Ist jetzt gleich irgendwie Alzheimer.
00:31:49: Also auch von dem Hier ist es wichtig.
00:31:53: Und dann, wenn das denn Alzheimer ist haben wir ja zunehmend auch Möglichkeiten der Behandlung, medikamentöse Behandlungen die sich immer weiter entwickeln.
00:32:02: man kann die Krankheit noch nicht heilen und man kann sie auch nicht vollständig stoppen aber man kann Sie schon doch wesentlich beeinflussen.
00:32:10: Man hat mit einer Diagnose natürlich auch Zugang zu Unterstützungssystemen Wenn das Angebot da ist, wo man wohnt und wofür es ja auch Wirksamkeitsnachweise gibt.
00:32:18: Ergotherapiegedächtnis-Training, körperliche Aktivierung, eventuell Pflegedienste ohne die Diagnose gar nicht zustehen.
00:32:28: Also es gibt mehr viele Gründe, die dafür sprechen diesen Schritt irgendwie zu machen.
00:32:32: Es gibt auch viele Patienten, die das machen.
00:32:34: Es gibt nur manche Patienten, aber es ist nicht einfaches diesen ersten Schritt zu machen Und da gibt's kein Patentrezept.
00:32:39: Das muss dann in dem System Hausarztfamilie irgendwie geregelt werden und meistens gelingt es ja dann auch irgendwie.
00:32:48: Wenn du jetzt sagst, mit deiner Erfahrung auch manchmal gelingt das eben doch nicht und wenn man halt als Angehöriger da permanent ich kenn's aus eigener Erfahrung auch gegen irgendwelche Mauernrend bei dem Patienten den man hat auch zum Familienangehöriger ist, dann muss man sich keine Vorwürfe machen höre ich jetzt raus was du sagst weil dass tatsächlich einfach ein Beiwerk der Krankheit ist Resistenz
00:33:14: besteht?
00:33:15: Ja, also da gibt es zwei Aspekte dazu.
00:33:17: Das eine ist das natürlich die Betroffenen selber oftmals sehr viel Angst davor haben und dass quasi im Sinne von einer Verdrängung nicht ran gehen wollen.
00:33:30: Und dann gibt es ein biologisches Phänomen, das heißt Anno-Sognosie, also die Unfähigkeit zu erkennen, dass man beeinträchtigt ist.
00:33:39: Und das ist etwas was eben bei der Alzheimerkrankheit typischerweise Nicht bei jedem, aber bei vielen Auftritt.
00:33:47: Man kann das auch lokalisieren, dass bestimmte Gehirnareale die für so Selbstreflektion zuständig sind von der Erkrankung auch betroffen sind, sodass quasi die Erkankungen selber dazu führt, dass man es nicht so merkt.
00:33:59: Ich habe immer gesagt, das ist eigentlich ein Segen, dass viele Patienten schon recht früh die Tragweite dessen was sie eigentlich haben zumindest in allen Facetten spüren oder auch erkennen.
00:34:14: Also aus der Sicht von den Betroffenen ist es manchmal ein gewisser Schutz.
00:34:18: Aber das machen natürlich für die Angehörigen, ist teilweise sehr schwierig über diese Themen dann irgendwie ins Gespräch zu kommen oder da weiterzugehen bis hin zur Hilfe zu akzeptieren.
00:34:30: Diagnostik ist ja das eine aber Es gibt auch Patienten und Patienten, die alleine leben wo das Umfeld sieht.
00:34:39: Das geht nicht mehr, aber die Person sagt doch Jeder Art von Hilfe und Unterstützung wird nicht gewünscht.
00:34:47: Und man macht sich natürlich große Sorgen, dass irgendwann was passiert.
00:34:51: Das ist eben auch Teil der Erkrankung.
00:34:54: Ja das hat nichts damit zu tun, dass man nicht die richtige Ansprache findet oder dass man dich als Angehöriger... Dass man das irgendwie falsch macht sondern das ist genau bei dieser Erkankung eben so schwierig.
00:35:05: wie gesagt bei anderen Erkranken gibt es das Thema nicht.
00:35:08: aber hier gibt es
00:35:10: Meine Tante zum Beispiel, die war sehr aggressiv so im Anfang.
00:35:13: Ist das eher auch so ein Schutz?
00:35:15: So verdrängen und eine generelle Reizbarkeit eben vielleicht auch weil sie Angst haben da könnte was sein und denken sich die ganze Zeit irgendwas stimmt bei mir nicht irgendwas ist doch.
00:35:23: Und wenn man die dann ständig darauf anspricht dass sie denn irgendwie aggressiv reagieren oder kann man es auch irgendwie erklären warum die häufig?
00:35:31: Oder vielleicht ist auch ne Fehleinschätzung aber dass die häufig aggressiv sind
00:35:35: also wenn man den Zahlen anschaut ja nicht unbedingt sehr häufig.
00:35:40: Die meisten Patienten sind nicht wesentlich aggressiv, das hat natürlich viele, viele Gründe.
00:35:48: also ein Grund ist sicherlich dass zumindest nach meiner Erfahrung bei einer Demenz die primäre Persönlichkeit deutlicher zu Tage tritt weil diese ganzen sozialen Regulations- und Kontrollmechanismen natürlich schwieriger werden.
00:36:03: Das heißt dominante Reizbare Personen tendieren dann eher dazu bei einer Demenz, wo das stärker wird.
00:36:11: Selbst unsichere zurückgezogene Personen, die sich anderen anschließen, werden das Gegenteil sehr anhänglich ohne Aggressivität.
00:36:25: Die Konfrontation damit, wenn man es selber nicht so wahrnimmt natürlich auf Dauer zu einer Reizbarkeit führt Warum sagst du mir das immer, lass mich doch in Ruhe damit und das stimmt doch gar nicht?
00:36:36: usw.
00:36:37: Dann kommt dazu das Gegenüber.
00:36:40: Es ist natürlich für die Angehörigen auch sehr anstrengend Damit den ganzen Tag umzugehen dass man dreißigvierzig mal immer die gleiche Fragen gestellt bekommt Und dann kommt auch von dort einer Reizbarkeit Bisschen zu Dass ja auch Erkrankte teilweise von ihren Angehöhren geschlagen werden gefesselt werden und so weiter.
00:36:57: Das gibt es ja auch alles.
00:36:59: Also das ist noch mal eine Variante.
00:37:01: und dann gibt es natürlich die echte Verkennung.
00:37:03: Das ist zum Beispiel etwas, was wir auch bei uns auf Stationen haben, weil Patienten, die schon sehr krank sind, dass Sachen falsch interpretiert werden.
00:37:10: Zum Beispiel wenn der Schwester kommt und will irgendwas angeben und es wird interpretiert als eine Bedrohung und dann wird halt die Hand weggeschlagen oder so etwas.
00:37:18: Aber das ist dann einfach die Situation falsch interpretieren wird.
00:37:21: Es gibt eine ganze Vielzahl von Gründen.
00:37:24: Was interessant ist Pflegeeinrichtungen, die sich auf dem Mensch spezialisiert haben und wo alles darauf sozusagen auf die Erlebniswelt von Demenzkranken trainiert ist.
00:37:35: Die ganze Art und Weise wie die Pflegenden mit den Erkrankten umgehen und wie auch das ganze Setting ist von den Umgebungsgestaltungen.
00:37:44: Aggressivität, dass es was am meisten untergeht und wo man auch am meisten Medikamente, die man dafür manchmal gibt am meisten einsparen kann.
00:37:55: Die effektivste Behandlung im ganzen Kontext von Demenz ist tatsächlich die Behandung von Aggression und Unruhe durch die richtige Kommunikations- und Umweltgestaltung.
00:38:06: Das ist schon sehr eindrucksvoll wie gut das funktioniert.
00:38:09: Wie sieht es genau aus?
00:38:11: Kann man sich das vorstellen?
00:38:13: Eine Sache ist zum Beispiel eine validierende Kommunikation dass quasi das Dialetniswelt des Betroffenen zunächst mal als die Reale gesehen wird und darüber nicht diskutiert wird, und nicht ständig korrigiert wird.
00:38:28: Das versucht wird dem Bewegungsdrang den Tätigkeiten möglichst viel Raum zu geben, dass man zum Beispiel nicht immer festlegt um die Uhrzeit muss man ins Bett gehen oder in die Uhr Zeit muss man frühstücken.
00:38:41: Dass man keine aggressiven oder reizbar gemachten Umgebungseffekte hat wie irgendwelche Geräusche oder unangenehmen Umweltbedingungen.
00:38:51: und mit so einem Set von Maßnahmen kann man gute Lebensqualität für die Betroffenen erreichen.
00:38:57: Und man sieht in diesen Pflegeeinrichtung zufriedene Menschen, mit schwerer Demenz.
00:39:02: Und bedeutet das auch dass man dann auf Medikamentürsegabe eher verzichten kann oder es runterfahren kann?
00:39:08: Genau also gerade diese Medikamente nehmen wir eigentlich nicht unbedingt geben möchte aber die man manchmal geben muss gegen diese Aggressivität und Reizverkreitigkeit wenn das im häuslichen Umfeld der Fall ist die kann man da deutlich runterfahren.
00:39:19: Ist es denn manchmal sogar fast besser, den Angehörigen in so eine Einrichtung zu bringen?
00:39:24: Leider gibt's von diesen wirklich guten Einrichtungen nicht so viele und das ist also jetzt nicht jede alten Pflegeeinrichtung sondern leider nicht so viele.
00:39:32: aber man kann es machen.
00:39:34: Also das is natürlich ne Frage.
00:39:36: ich glaube für Angehäureige ist es sehr schwer typischerweise dem Betroffenen eine Pflege-Einrichting zu bringen weil die Angehöregen dann Häufig auch so eine Art Selbstvorwurf sich machen und sagen gerade die Ehepartner, warum habe ich das jetzt zu Hause nicht geschafft?
00:39:51: Aber manchmal sieht man eben auch dass sie ihr Partner dann so überlastet sind.
00:39:55: Dass dann solche gereizten Situationen kommen den Nerven liegen blank.
00:40:00: Und dann empfehle ich zum Beispiel auch Regelmäßig, dass man darüber nachdenken sollte Dann lieber zwei drei Stunden in Ruhe miteinander verbringen als vierundzwanzig Stunden unter Stress wo dann auch die pflegenden Angehörigen natürlich auch sozial isoliert sind, gereizt sind körperlich und psychische Krankheiten bekommen usw.
00:40:19: Was bekommen denn die Menschen dann hinterher noch so mit?
00:40:22: Also ich hatte irgendwann einen Beitrag gesehen, da wurde einem gesunden Maske aufgesetzt um das zu simulieren was so ein Erkrankter irgendwie mitmacht.
00:40:30: Man hört nicht mehr richtig man hat ein eingestrengtes Gesichtfeld.
00:40:34: kann man sagen was so'n Patient noch mitbekommt?
00:40:38: irgendwie?
00:40:38: also wir würden uns ja Vorwürfe machen dass wir sie abgeben.
00:40:40: und aber was kriegt der patient noch mit?
00:40:42: ist er dann sauer auf die Angehörigen?
00:40:44: oder
00:40:45: Naja, sauer nicht.
00:40:46: Weil natürlich vieles schnell vergessen ist und auch die Eingewöhnung schnell... Also je nachdem wie es läuft aber manchmal die Eingewöhnungen an solchen neuen Umfelden doch relativ schnell gelingen können.
00:41:00: Manchmal auch nicht.
00:41:02: also von der Sensorik her ist eigentlich keine grundsätzliche Beeinträchtigung.
00:41:06: das Problem ist dass die Übersicht über die zusammenhängen Alles was in der Vergangenheit war, dass das halt nicht präsent ist.
00:41:14: Das heißt man lebt eigentlich im Hier und Jetzt Und man hat dann in der schweren Demenz natürlich auch das Problem, dass die Sprache schlechter wird.
00:41:22: Die verbale Kommunikationsfähigkeit Stark beeinträchtigt ist, was immer gut funktioniert, es ansprechen über Sensorik Da gibt es das berühmte Snooze-Leun Was so in der Demenzversorgung immer mal diskutiert wird also Besonders angenehme Farben, besonders angenehmere Musik.
00:41:41: Dass man das hat, dass man weiß was die Person in der Biografie zum Beispiel an Musik angenehmen gefunden hat und dass man das spielt, dass das positive Gefühle anspricht also das ist alles noch möglich.
00:41:55: Und was immer wieder ganz faszinierend ist es so ganz alt abgelegte Texte zb von Liedern oder sowas Menschen gar nicht mehr sprechen können wenn man das liet dann singt oder anstimmt, dann auf einmal die Menschen mitsingen den Text, die vielleicht schon irgendwie eine Woche lang kein Wort mehr gesagt haben.
00:42:13: So etwas sieht man immer wieder, dass so ganz alte Sachen auf einmal rauskommen.
00:42:18: Ich hatte jetzt schon mehrfach gelesen, dass man sich das so vorstellen kann, dass die Menschen sich mit Demenz quasi wieder zurückentwickeln also wieder in den Status eines kleinen Kindes wechseln.
00:42:29: Stimmt das?
00:42:30: Und kann man daran zum Beispiel an dem Verhalten auch den Fortschritt der Demenzerkrankung sehen, dass man zum Beispiel viel streitet in der Pubertät und dann die Inkontinenz kommt wenn man ein Kleinkind ist.
00:42:40: Also ich mag diese Analogie nicht weil sie meine Sachen zum eigentlich stimmt und zum anderen ja so eine Verkindlichung des eigentlich erwachsenen Menschen dann impliziert.
00:42:54: also es gibt natürlich ne Chronologie des Aufbaus und des Abbaus Aber die ist natürlich durch völlig andere zum einen Charakteristiker gekennzeichnet, also z.B.
00:43:04: die Persönlichkeit.
00:43:05: Die Persönigkeit ist als Erwachsener da und bleibt auch in der Demenz z. B. im Verhalten dieser grundsätzliche Persönlichkeits-Eigenschaften, die natürlich als Kind und Jugendlicher noch gar nicht ausgebildet sind usw.
00:43:18: Und man hat natürlich sehr viel Altgedächtnis was man als kind und Jugendliche auch nicht hat, was man eben auch wieder anregen kann.
00:43:24: Also es gibt ganz viele Dinge, die dann am Ende doch völlig anders sind.
00:43:29: Und das ist für mich eine zu einfache und nicht zutreffende Darstellung, die dazu neigt den Demenzkranken nicht als vollwertigen Erwachsenen sondern irgendwie als Baby anzusehen was meiner Meinung falsche Ansatz ist.
00:43:41: Wenn du da nochmal etwas sagen kannst was wären irgendwelche Weblings?
00:43:47: Kannst du unseren Zuhörerinnen da noch ein bisschen was an die Hand
00:43:49: geben?
00:43:49: Also weil sicherlich informativ ist, ist die Webseite der Deutschen Altsammergesellschaft.
00:43:54: Da gibt es viel Informationen zu den Themen, auch gerade für Angehörige.
00:44:01: Für die Forschung gibt's natürlich zum Beispiel die Webseite des Deutschen Zentrums für neurodegenerativer Erkrankungen, die ZNE, wo immer so neueste Forschungsthemen diskutiert werden.
00:44:13: Das sind so zwei Adressen.
00:44:16: Okay.
00:44:17: Und hast du noch irgendwas als Allerletztes, was wichtig ist?
00:44:19: Wir haben das schon angesprochen.
00:44:21: Ich glaube, wichtig ist dass man jetzt wir in der Forschung und in der Versorgung da sind, dass wir Dementzerkrankungen zunehmend früh diagnostizieren können auch zunehmen besser behandeln können und dass wir zusätzlich zu diesem Thema Demenz –was ja sehr stark von Pflege dominiert es von der Thematik her und auch stigmatisiert dass wir immer mehr sehen, dass das Gehirnerkrankungen sind die man früher kennen kann auch in Stadien erkennen können wo diese Symptome sehr mild sind.
00:44:54: Dass man Dinge tun kann und dass man proaktiv quasi diesen Dingen stellen kann ist ein bisschen so ähnlich wie in der Krebsmedizin wenn man da zurückdenkt.
00:45:05: ein paar Jahrzehnte da war Krebs eine fatale Diagnose.
00:45:10: Man hat nicht drüber gesprochen.
00:45:12: Die Betroffenen durften es nicht wissen Der Arzt hat es den Angehörigen mitgeteilt, aber nicht dem Betroffenen und so weiter.
00:45:20: Und das hat sich natürlich heute total geändert.
00:45:23: Es gibt Früherkennung, es gibt eine hoch differenzierte Therapie bei diesen ganzen neurodegenerativen Erkrankungen.
00:45:30: Da fängt das jetzt an!
00:45:32: Wir werden immer besser in der Diagnostik, wir werden immer bessere in der Therapie.
00:45:36: In zehn, zwanzig Jahren stehen mir ungefähr da wo die Krebsmedizin steht Und das ist glaube ich etwas, das ist ein völlig neuer Perspektive auf dieser Erkrankung.
00:45:45: Die auch so ein bisschen dieses Thema diesen Schrecken von dem Thema Demenz hoffentlich irgendwann etwas nimmt.
00:45:52: Darin willst du sagen es wichtig dass man jetzt auch wirklich präventiv wird?
00:45:55: Präventif und proaktiv wenn man Symptome verspürt und sich dem Thema stellt und nicht zurückzieht und die Dinge laufen lässt.
00:46:04: Perfektur!
00:46:05: Vielen Dank!
00:46:07: Super.
00:46:08: Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, dann bleibt gerne bei uns.
00:46:12: Abonniere den Podcast, trage dich in unsere Newsletter ein und begleite
00:46:17: uns durch dieses
00:46:18: spannende Jahr voller Erkenntnisse unter Haarmomente!
00:46:34: Für weitere Infos, ehrliche Momente und Eindrücke von unserer kleinen Forschungsreise besuch uns auf Instagram oder fortiflo.de.
00:46:42: Danke dass du dir die Zeit für dich genommen hast.
00:46:45: wir hören uns.