Februar 2026 - Kapitel 2, Part 1; Hormone

Shownotes

Unser Gast

Prof. Dr. Dr. Patrick Rene Diel ist Biologe, Biochemiker und Endokrinologe mit den Schwerpunkten molekulare Endokrinologie, Stoffwechsel- und Dopingforschung. Nach seinem Postdoc in der Pharmaindustrie wechselte er 1995 an die Deutsche Sporthochschule Köln, wo er am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin in der Abteilung Molekulare und zelluläre Sportmedizin tätig ist. 2003 habilitierte er sich an der Technischen Universität Dresden und wurde dort 2009 zum Honorarprofessor ernannt. Seit 2015 ist er außerplanmäßiger Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Im Zentrum seiner Forschung stehen hormonelle Regulationsmechanismen, die Rolle von Ernährung und Nahrungsbestandteilen sowie die Prävention von Stoffwechselerkrankungen. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt ist die präventive Dopingforschung. Er ist Vorstandsmitglied des Zentrums für präventive Dopingforschung und berät seit 2005 als Gutachter den Deutschen Bundestag und die Europäische Kommission zu Fragen des Gendopings.

Thema

In unserer neuesten Podcast-Folge geht es um weibliche Hormone und wie sie sich in den Wechseljahren verändern. Wir sprechen über Risiken und Folgeerkrankungen, die in dieser Zeit auftreten können, und diskutieren die Rolle von bioidentischen, pflanzlichen und synthetischen Hormonen: lindern sie nur Symptome oder schützen sie auch vor Langzeitfolgen? Diel beleuchtet Aufklärungs- und Versorgungslücken für Frauen ab 40 und gibt konkrete Empfehlungen für eine bestmögliche Vorsorge. Außerdem erklären wir, warum Hormonspiegel sinken und die Fruchtbarkeit endet – und welchen Sinn das hat.

Transkript anzeigen

00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Folge von unserem Podcast.

00:00:09: Wenn man sich ernsthaft mit den Wechseljahren beschäftigen möchte, kommt man an einem Thema nicht vorbei – Hormone!

00:00:17: Wir möchten den Hormonen die Wichtigkeit geben, die ihnen zusteht sie aber nicht als Lifestyle-Thema betrachten.

00:00:23: Für uns sind Sie der Auslöser für Signale der Veränderung Die Körper und Psyche rechtzeitig betreffen Und dir uns Hinweise geben wo wir unsere Prioritäten setzen und dringend handeln sollten.

00:00:35: Denn es gibt Folgen der Wechseljahre, die kaum in unseren Feets auftauchen – weil sie zum einen nicht besonders sexy sind und zum anderen recht unbequeme Maßnahmen erfordern.

00:00:45: Es sind leise Prozesse, die früh beginnen und später schwer korrigierbar sind!

00:00:51: In unserer zweiten Folge sprechen wir deshalb mit Professor Dr.

00:00:54: Dr.

00:00:54: Patrick Diel von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

00:00:58: Er ist studierter Biochemiker und Endocrinologe, und forst seit über dreißig Jahren zu hormonellen Regulationsmechanismen, Stoffwechselgesundheit und Prävention.

00:01:12: Herzlich willkommen Patrick auf geht's!

00:01:14: Du hast ja mehrere Forschungsschwerpunkte.

00:01:17: Über einen möchten wir natürlich auch heute mit dir reden, aber bevor wir dazu kommen was wäre die effektivste Strategie für ein möglichst ungesundes Leben?

00:01:25: oder anders formuliert?

00:01:27: Wenn du an Handbuch schreiben müsstest so ruiniert man seine Gesundheit wissenschaftlich fundiert.

00:01:31: Was stünde da drin?

00:01:33: Also, ich fange mal an mit dem Rauchen.

00:01:35: Ich würde jeden Tag Unmengen Zigaretten rauchen, würde jeden tag Unmängen Alkohol trinken und würde Unmängen an zuckerhaltigen Nahrungsmitteln konsumieren und mich keinen Stück bewegen Und mir vor allen Dingen jeden Tag schlechte Gedanken machen und ganz viel Stress haben.

00:01:51: Ich glaube das wäre die beste Möglichkeit sich deine Gesundheit auf effektivste Art und Weise zu ruinieren.

00:01:57: Das wäre es, glaube ich mal so kurz zusammengefasst ja.

00:02:00: Dann nochmal kurz zu deinen Forschungsschwerpunkten.

00:02:02: grad zurück.

00:02:03: Warum hast du dir eigentlich genau diese Themen ausgesucht?

00:02:05: Also bist du da irgendwie reingeschlittert oder gab's eine Initialzündung oder irgendwelche persönlichen Gründe?

00:02:11: Ja das ist ganz spannend weil das hat sich tatsächlich so nach und nach entwickelt.

00:02:14: also der erste Schritt glaub ich war schon während meiner meiner Postdoc-Zeit, die ich ja in einem Pharmaunternehmen verbracht habe.

00:02:22: Wo ich im Prinzip die Leidenschaft für die Hormone entdeckt hab.

00:02:25: also ich bin dahin und da war das Thema eben das Forschung mit Hormonen und das hat mich vorher schon interessiert.

00:02:31: aber während meiner Promotion habe ich es nicht gemacht Und dort habe ich das tatsächlich dann unheimlich Schätzen gelernt.

00:02:37: Ich war auch an einer tollen Stelle, also ich glaube es hätte keinen besseren Ort in Deutschland finden können wo ich das hätte lernen können.

00:02:43: und auch das Interagieren zwischen Chemikern Medizinern der klinischen Forschung Das hat mich doch sehr fasziniert und dann hat sich das auf sehr unerwartete Weise ergeben, dass mich der Weg von dort hier an die Sporthochschule geführt hat.

00:02:55: Was ich nie erwartet hätte – also auf einmal war ich an einer deutschen Sporthochschule in Köln.

00:03:00: Und da habe ich dann aber sehr schnell festgestellt, dass dieses Thema Hormone deswegen bin ich ja auch hergekommen, hier halt in eine Art und Weise weiter bearbeitet werden kann was noch hinaus ging über das in der Pharmaindustrie.

00:03:11: Also nur als Beispiel wir haben ja... Ich bin ja hier auch in der Anti-Doping Forschung tätig, das ist schon seit sehr langer Zeit.

00:03:17: Und jemand der sich für Hormone interessiert, der sich im Antidoping-Bereich bewegt.

00:03:22: Der sieht Dinge, die sind unvorstellbar was Menschen mit Hormonen machen und was sie sich da auch antun.

00:03:28: Diese Leute, die das missbrauchen, die machen Dinge würden wir als Tierversuch nicht genehmigt bekommen.

00:03:35: Das ist natürlich auf der einen Seite erschreckend, auf der anderen Seite für jemanden der sich hormone Interessiert natürlich auch faszinierend weil dann kann man Dinge sehen, die man so niemals hätte sonst untersuchen können.

00:03:46: Und was dann natürlich sehr spannend war, war dass irgendwann diese Sache mit den Umwelthormonen dann sehr aufgekocht ist.

00:03:53: Das war gerade kurz hier und ich hatte damals das Glück, dass wir relativ schnell in so ein Projekt reingekommen sind wo wir wegen der Hormon-Erkenntnisse kooperiert haben im Bereich der Fütterhormone oder der Umwelthormone und das hat wiederum die Brücke geschlossen.

00:04:08: eben zum Ernährungssektor.

00:04:13: Da ich mich ja sowieso für Hormone interessiere, war für mich immer schon das Endocrinum der Frau sehr viel spannender als dass das Mann ist.

00:04:21: Weil Frauen da passiert viel mehr im Hormonesystem.

00:04:24: Die kommen in die Pubertät dann bekommen sie ihren regelmäßigen Zyklus Sie können schwanger werden.

00:04:29: Da passieren wieder völlig abgefahrene Sachen im Körper mit den Anpassungen und danach kommen Frauen in die Wechseljahre.

00:04:35: Das heißt wir haben dort was die Hormonen angeht einfach Veränderung täglich, monatlich in bestimmten Phasen oder auch in den bestimmten Lebensphasen was natürlich viel spannender ist als ein Mann der irgendwann in die Pubertät kommt, Testosteron bekommt dann die Wirkung irgendwie umsetzt und spürt.

00:04:54: Und ja dann war es das im Prinzip.

00:04:56: Dann bleibt da halt immer noch einen Mann und irgendwann wird's vielleicht ein bisschen weniger mit dem Testosterone.

00:05:01: aber nee also das ist glaube ich für einen Endocrinologen ist die Frau sehr viel spannener als der Mann bringt es dann irgendwo zusammen.

00:05:09: Dann kommt natürlich noch der Sport, dass man sieht im Doping was kann Sport mit Menschen machen?

00:05:15: Was macht das mit der Leistungsfähigkeit, welchen großen Einfluss die Hormone haben?

00:05:19: und das aber zu übertragen auf dieses vom Missbrauch zum Gebrauch auch diese Möglichkeiten haben.

00:05:26: Das spiegelt sicher in den Forschungsprojekten wieder.

00:05:28: Wir haben immer die beiden Seiten einmal die Forschung im Farmerbereich, die Ernährung, den Einfluß auf die körperliche Leistungsfähigkeit sowohl im Missbrauchsbereich Aber auch dann natürlich die Frage, kann man das auch positiv nutzen?

00:05:40: Und das ist genau das was wir tun.

00:05:42: Das spiegelt sich ja hier in Abteilung und wir sind ja hier im Prinzip in der total tollen Situation dass wir von den Grundlagenforschungsaspekten von der Zähkultur, von dem molekularen Mechanismen bis hin zu humanen Interventionsstudio und das dann mit vom Leistungssport bis zum sehr kranken oder sehr alten händige Captainmenschen alles machen und das finde ich toll!

00:06:05: Sehr interessant, dann lass uns doch gleich noch mal direkt ins Thema einsteigen.

00:06:08: Hofe sind Hormone bei der Frau vor während und nach den sogenannten Wechseljahren verantwortlich?

00:06:14: Eigentlich für alles weil da gibt es auch keinen Unterschied zwischen Mann- und Frau-Hormone Teile des Kommunikationssystems im Körper, das heißt wenn wir uns irgendwie verändern.

00:06:25: Wenn wir uns anpassen... Das ist jetzt ja in der Sporthochschule bei uns zum Beispiel das Training und die Trainingsanpassung.

00:06:30: Das ist aber im täglichen Leben die Anpassung am Klima, an bestimmte Lebenssituation wie Schwangerschaft.

00:06:36: dann erfüllen Hormone die Aufgabe von Botenstoffen.

00:06:39: Sie bilden die Kommunikation, sie stellen die Kommunikations-Ebene dazwischen verschiedenen Organe.

00:06:47: Wenn ich zum Beispiel trainiere dann reagiert zb meine Muskulatur aber der Knochen muss auch gleichzeitig mit anderen adaptieren und die Bänder und sehen.

00:06:57: wenn das nicht passiert dann gibt es Verletzungen und das sozusagen zu koordinieren übernimmt eben die hormonelle Ebene.

00:07:04: die schnelle Kommunikation, also die Nervenreize, die Muskel zum Kontraieren bringen.

00:07:09: Wir haben dann aber auf der anderen Seite die Hormone, die im Prinzip dafür sorgen dass alles aufeinander abgestellt wird und alles in Gleichgewicht ist.

00:07:16: Und die typischen weiblichen Sexualhomone werden ja meistens assoziiert mit Reproduktionen, also Zyklus, Schwangerschaft, Stillzeit, Gebären des Kindes.

00:07:28: Aber wenn man sich jetzt mal nur diese Hormone anschaut, Oestrogene zum Beispiel.

00:07:31: Da muss man auch immer wissen dass neben diesen typisch weiblich reproduktionsbezogenen Effekten auch jede Menge andere Effekte bestehen.

00:07:40: Physiologische Aufgaben also Anpassung der Muskulatur Kontrolle des Stoffwechsels in der Leber Knochenmetabolismus und zwar nicht nur bei der Frau sondern auch beim Mann.

00:07:50: Also auch Männer haben Oestrogene und brauchen die Östrogene.

00:07:52: Insofern ist eigentlich fast überhaupt keine physiologische Funktion im Körper ohne die Mitwirkung von Hormonen oder ohne den Einfluss von Homonen denkbar.

00:08:02: Aber nochmal bei der Frau, im Mittelpunkt stehen eben diese typischen metabolischen Effekte.

00:08:08: Wir reden zum Beispiel über Effekten bei der Neuroplastizität, Lerneffekte.

00:08:13: mittlerweile sind wir soweit dass wir wissen das Oestrogene selbst bei der Entstehung von neurodegenerativen Prozessen wie Alzheimer eine Rolle spielen.

00:08:20: Wir wissen, dass weibliche sexuale Hormone-Oestrogenen eine wichtige Funktion haben beim Schutz des Herzkreislaufsystems.

00:08:26: Atheryslerose wird beeinflusst die Regeneration von Geweben zb nach Verletzungen die Collagenen-Synthese und, also wenn man es wirklich auf den Punkt bringt als Endocrinologe dann wird man sehen dass es überhaupt keinen physiologischen Prozess im Körper gibt der nicht irgendwie von Hormonen beeinflusst wird.

00:08:47: Und was genau passiert mit dem Hormonstatus?

00:08:49: Der Frau in der Prämenopause während der Prämienopause vielleicht auch direkt zur Menopause und eben in der Postmenopause.

00:08:59: Kannst du dazu noch was sagen?

00:09:01: Was bemerkenswert ist, dass wenn die Frauen eben diese Vorphasen des Klimateriums eintreten das vor allen Dingen gekennzeichnet ist durch eine beginnende Imbalance da kommt auf einmal etwas aus dem Gleichgewicht.

00:09:11: Das Hormonsystem ist ja außerordentlich komplex Und wir haben eine Balance zwischen den verschiedenen Hormonen, die dann immer genau einjustiert wird und das kommt natürlich relativ schnell auch aus dem Gleichgewicht.

00:09:23: Und dass ist das was glaube ich die Frauen in der Präonperimerienpause dann merken, dass auf einmal die Regelblutung nicht mehr regelmäßig kommen, dass man auf einmal merkt, dass irgendwie man da eine Unruhe hat oder sowas durch einen Überschuss der Hormone kommt.

00:09:37: Das ist auch völlig unvorhersehbar – das kann man nicht vorhersehen!

00:09:42: Und was dann während des Chemateriums passiert ist, eben.

00:09:46: Das ist glaube ich das Besondere, dass innerhalb einer relativ kurzen Zeit physiologisch betrachtet – wir reden hier über ein bis zwei Jahre – die komplente hormonelle Situation kippt.

00:09:57: Wir haben tatsächlich einen dramatischen Abfall der östrogenen Spiegel innerhalb kürzester Zeit und dem steht gegenüber einem dramatischer Anstieg der Hormone, die aus der Hypophüse ausgeschüttet werden.

00:10:09: Das LH und das FSH, die ja den Zyklus normalerweise kontrollieren.

00:10:13: Und das ist eben diese krasse Phase, dieses relativ kurze Zeit- und danach sind die Frauen dann in der Postmenopause, die sich vor allen Dingen dadurch auszeichnet, dass eben die Östrogenspiegel so niedrig sind.

00:10:25: Und dieses Zeit danach, wo die Öztrogenspiegel sehr niedrigs sind, da passieren dann die langfristigen Veränderungen auf die Physiologie.

00:10:34: was die Frauen aber am meisten spüren, sind diese Veränderungen, die dann innerhalb kürzester Zeit stattfinden.

00:10:41: Man hat Probleme, das Gewicht zu halten.

00:10:43: Auf einmal hat man Fettanhäufungen an Orten wo man nie ein Problem hatte mit oder man merkt dass die Haare auf einmal nicht mehr so schön sind wie sie früher waren.

00:10:55: Man hat die Hitzeballung natürlich der Horror schlechthin nach allem was ich was den Gesprächen mit dem Frauen gehört habe.

00:11:01: da leiden viele extrem drunter Schlafstörungen treten auf.

00:11:04: Das ist das was die spüren und das passiert ja relativ.

00:11:07: Manches kündigt sich an, manches ist dann im Klimaterium selbst vor allen Dingen gravierend.

00:11:13: Und wenn das Ganze dann rum ist die Ostrogenspiegel sind unten, es ist sehr individuell und manches verändert sich wieder, verbessert sich, bleibt gleich.

00:11:22: Aber was die Frauen da nicht spüren?

00:11:24: Das ist eigentlich das, was gefährlich ist.

00:11:26: Das sind diese Veränderungen, die im Körper stattfinden, die langfristig zu Erkrankungen führen.

00:11:34: Und wie lange dauert denn das im Schnitt diese komplette Zeit, wenn die Piriminopause anfängt?

00:11:40: Ganz individuell.

00:11:41: Was ist sehr individuell?

00:11:43: Normalerweise haben wir so eine Zahl im Raum stehen, dass der Eintritt ins Klimaterium im Durchschnitt in Deutschland bei ungefähr einen Fünfzig Jahren liegt also ungefähr.

00:11:53: aber die Varianzbreite ist gigantisch.

00:11:57: Das kenne ich auch durch den Bekanntenkreis.

00:12:01: Wir haben teilweise Frauen, die fast sechzig sind und noch nicht drin sind.

00:12:04: Fragt natürlich nicht jede Bekannte in welcher Zyklusphase oder in welchem Postmenopausal bist du jetzt?

00:12:09: Aber das hat sich.

00:12:10: dann ergibt sich einfach!

00:12:11: Also ich gehe davon aus, sie ist genauso alt wie wir also wird sie ja pre-Postmenopause sein.

00:12:16: Ist er aber nicht und das ergibt es sich irgendwann.

00:12:18: Das ist dann überraschend.

00:12:19: Ich kenne Fälle wo Frauen schon mit Ende dreißig ins Klimaterium gekommen sind, sehr früh.

00:12:25: Also da gibt es eine riesige Spannweite und auch die Dauer, über die sich das hinzieht ist sehr individuell.

00:12:30: Das macht's ja so unvorhersehbar.

00:12:33: Du hast gesagt manche Frauen bekommen jetzt auch sehr jung.

00:12:35: Eine gute Freundin von uns sagt sie ist schon mit vierunddreißig im B-Wechsel.

00:12:40: Ja kann es geben.

00:12:40: dann muss man natürlich medizinisch gucken.

00:12:42: was ist die Ursache?

00:12:44: Das ist nicht nur das normale Alter.

00:12:46: also mit Vierunddreißig ist ne Frau eigentlich normalerweise noch immer voll republikionsfähigen Alter Und für den Eintritt in die Wechseljahre oder ins Klimaterium ist es viel zu jung.

00:12:57: Aber es kommt vor, da gibt's auch endokronologische Ursachen dafür.

00:13:01: das muss dann abgeklärt werden was dahinter steckt.

00:13:03: aber natürlich ist das nicht der Normalfall.

00:13:05: Es gibt tatsächlich Zusammenhänge die konstruiert werden für chronische Erkrankungen.

00:13:11: Wir wissen zum Beispiel dass Brustkrebsrisiko erhöht bei Frauen die sehr früh ihre erste Regelblutung bekommen haben im Leben also die Mennage.

00:13:20: Das ist ja mittlerweile auch so, dass die Frauen in Deutschland immer früher bekommen.

00:13:25: Also das hat sich in den letzten hundert Jahren nach vorne verschoben und es hat etwas mit Ernährung und Versorgungssituationen zu tun.

00:13:32: Und wir wissen zum Beispiel, dass Frauen sehr früh Nominagen bekommen und sehr spät in die Wechseljahre kommen.

00:13:39: Ein höheres Statistisch gesehen, ein höheres Brustkrebsrisiko haben als Frauen, die relativ kurz das Fenster der Exposition hatten.

00:13:48: Wir wissen, bei der Osteoporose ist es umgekehrt.

00:13:50: Da ist es so dass Frauen die eben sehr früh in die ins Klimaterium kommen das da auch theoretisch das osteoporoso-Risiko erhöht ist.

00:13:58: Bei anderen Erkrankungen wissen wir es nicht.

00:14:00: also da gibt's eine Diskussion wie ist mit Demenz und wie ist es mit Diabetes?

00:14:05: Da gibt's viele Unklarheiten aber diese Phase des Lebens wo die Frauen halt ich nenne das Ostrogenisiert sind also wo sie permanent in diesen Bereichen der hohen Oestrogenspiegel sind.

00:14:16: Die Länge, die Dauer – das macht schon was!

00:14:18: Das kann sowohl für manche Erkrankungen positiv als auch negativ

00:14:21: sein.".

00:14:22: Was passiert denn beispielsweise wenn aus gesundheitlichen Gründen die Gebärmutter entfernt werden muss?

00:14:27: Also erst mal ist es so dass nur die Hystektomie also die Entfernung der Gebärmuter an sich ja noch nichts am Homonsystem macht.

00:14:34: Es ist dann ein grastisches Beispiel, wenn die Frauen gleichzeitig die Ovarien entfernt bekommen.

00:14:40: Das kann bei einer Hystektomie passieren und auch bei Tumorerkrankungen passieren.

00:14:45: Das ist ein richtig drastischer Einschnitt, das ist richtig dramatisch!

00:14:49: Ich habe einen anderen Fall im Bekanntenkreis, dass es noch ein bisschen dramatischer war.

00:14:52: Das wurde mit Brustkrebs diagnostiziert und bekam Antioestrogene als Therapie und hat dann die Nebenwirkungen beklagt weil sie sagte, das ist grausam dieses Medikament.

00:15:05: Das macht mich total verrückt, seit ihr mich diese Anti-Humone nehmt und da hab ich Hitzeballung und ich fühl mich so schlecht... Ich will das absetzen und sagen, nee, das sind nicht die Nebenwirkungen des Hormons sondern du bist innerhalb von wenigen Wochen voll in die Menopause geschossen worden.

00:15:21: Das hättest Du sowieso durchgemacht aber nicht im kurzen Zeitraum.

00:15:25: Das heißt, Sie hat es als Nebenwirkung der Therapie mit dem Medikamente induziert?

00:15:30: Ist es ja irgendwie auch!

00:15:32: Aber in Wirklichkeit ist es eigentlich dieses unglaublich Schnelle in die Menopause reingehen.

00:15:36: Und wenn das natürlich so krass ist, also wir reden jetzt darüber bei der Entfernung der Obarien oder bei einer medikamentösen Kastration dass wir dann innerhalb von Wochen in diese Situation kommen Und bei einer regulären Verlauf würden wir jetzt über einen Zeitraum von vielen Monaten oder vielleicht ein, zwei Jahren reden und dann hat der Körper natürlich noch weniger Zeit sich auf die Situation einzustellen.

00:15:59: Was ich ja auch spannend finde fällt mir jetzt gerade so spontan ein wie ist das?

00:16:03: Dann macht es einen Unterschied ob eine Frau ein Kind bekommen hat oder nicht?

00:16:07: Oh darüber gibt es glaube ich kaum Evidenz.

00:16:12: Wir wissen bei bestimmten Krankheitsbildern, dass Kinderlosigkeit auch wieder in Bezug gesetzt wird mit bestimmten endokrien Erkrankungen.

00:16:19: Insbesondere mit dem Brustkrebs.

00:16:21: also Kinderlosigkeit ist tatsächlich ein Risikofaktor von vielen ja aber es ist ein Risiko Faktor.

00:16:27: wir wissen das statistisch gesehen dass die Entstehung von Brust Krebs begünstigt hat.

00:16:31: was mit der Stillzeit und mit der Differenzierung der Brustrüse während der Schwangerschaft zu tun?

00:16:36: wenn das nicht passiert dann ist es wohl so dass diese Zellen die das könnten vermehrt dazu neigen, praktisch sich zu verändern.

00:16:44: Aber ob jetzt die ... Nee also ich glaub da gibt's keinen Zusammenhang.

00:16:48: das ist mir nie zu Ohren gekommen als dass jetzt eine Mutter mit sieben Kindern, was die weniger oder mehr Probleme hat.

00:16:55: Was ich weiß es natürlich, dass ältere Mütter die spät ihre Kinder bekommen und dann unmittelbar danach ins Klimaterium.

00:17:03: Das gibts ja... super mega unangenehm sein.

00:17:07: Das muss richtig, weil dann kommt eben die Belastung des Kindes mit der gleichzeitig Klimateriumsveränderungen dazu und das ist glaube ich keine sehr erfreuliche Situation.

00:17:16: Was ja mittlerweile immer häufiger auch passiert.

00:17:28: Welche Symptome sind denn so die häufigsten, die die Frauen quälen?

00:17:35: Aber in unsere Studien kommen die Damen nicht wegen den Hitzewallungen, sondern in unsere Studien kommen sie weil sie merken dass sie Probleme haben ihr Körpergewicht zu halten.

00:17:45: an bestimmten Stellen Fettanlagen, wo sie es eigentlich früher nicht gewohnt waren.

00:17:50: Ich esse sowieso weniger und nehme immer noch zu ich mache Sport und trotzdem wird der Popo immer dicker oder auf einmal ist das Speckrollchen da und das war früher nicht da.

00:18:00: Das ist glaube ich das Dreibende was auch die Frauen am allermeisten motivierten unsere Studien zu gehen.

00:18:06: und darüber hinaus gibt's dann auch noch etwas was die Lebensqualität wohl oft sehr beeinflusst das sind die Schlafstörungen.

00:18:11: also das sind so die drei Dinge im Alltag, die am alleraller nervigsten sind.

00:18:15: Also ich kenne das sehr gut in Freundes- und Bekanntenkreis und das muss sehr, sehr schlimm sein wenn es sehr ausgeprägt ist.

00:18:24: Ja, das ist eine sehr sensible Phase und wenn man sich halt diese Symptome anguckt.

00:18:28: Wir haben mal gesammelt Eva und ich was bei unserem Freundeskreis mit den Frauen so zusammen kam also Schlaflosigkeit, Hitzewallung natürlich auch dann Gelenk- und Muskelschmerzen, Brainfockvergesslichkeit.

00:18:39: also man geht in die Küche und weiß da nicht mehr was man da wollte?

00:18:43: Natürlich wird jede Frau die Postmenopause alles irgendwann auch alt Und dann kann man irgendwann nicht mehr unterscheiden, was ist jetzt eigentlich die direkte Folge der Wechseljahre und was ist einfach die Folge des natürlichen Alterungsprozesses.

00:18:55: Deswegen schließen wir zum Beispiel wenn wir jetzt sagen wir machen eine Studie mit postmenopausalen Frauen dann könnten wir ja auch fünfundachzigjährige rekrutieren.

00:19:02: das machen wir nicht weil sie sind alt und per Definition ist man ja alt wenn man die sechzig überschritten hat.

00:19:08: erschreckenderweise aber so ist es in der Gerontologie die übliche Definition jeder der über Sechzig ist es Alt.

00:19:15: Das sagt natürlich gar nichts, weil sehr verschiedene Definitionen des Alters, kalendarisches Alter, biologisches Alter und so weiter und sofort.

00:19:23: Aber wir schließen normalerweise Frauen über unsechzig aus, weil dann kommt nämlich genau der Punkt ist sie jetzt vergesstlich?

00:19:29: Weil sie keine Astrogene mehr hat?

00:19:31: oder ist sie einfach vergesslich, weil sie einfach älter ist und das normal ist?

00:19:36: oder ist ihr vergesslicher als halt?

00:19:38: Vielleicht auch schon die Vorstufe von Demenz ist.

00:19:41: Das wissen wir ja mittlerweile, dass man an bestimmten Kriterien schon zehn, fünfzehn Jahre vorhererkennen kann bevor das die ersten Auffälligkeiten auftreten, dass da jemand demenzgefährdet ist.

00:19:50: Wir haben das leider auch im familiären Umfeld erlebt und da im Nachhinein wenn man das dann so die zwanzig jahre resperspektiv passiert denke ich mir, da war vor zwanziger Jahren schon was, das war komisch!

00:20:00: Das hat sich einfach immer weiter verstärkt.

00:20:03: deswegen also Wir wissen, dass die Oestrogene einen Einfluss nehmen auf die Plastizität der Gehirn.

00:20:08: Und wir wissen auch, dass es diesen Zusammenhang gibt zwischen Neuroprotektion und Alzheimer.

00:20:14: Das wird auch im pharmakologischen Bereich diskutiert.

00:20:18: Aber wie sich das dann individuell auswirkt, wissen wir nicht.

00:20:21: Aber das ist natürlich auf jeden Fall ein Risikofaktor.

00:20:24: Was ist mit Blasenschwäche oder auch Gereiztheit?

00:20:27: Ja, natürlich!

00:20:28: Der große Bereich der Psychologie kommt noch zu.

00:20:31: Wobei das ist auch ganz interessant... Ich bin ja jetzt nun eher ein Endocrinologe und Naturwissenschaftler, aber diese ganze Sache mit dem Klimaterium und den Menopausenbeschwerden hat auch eine sozoologische psychologische Dimension.

00:20:45: Die Frage ist also sind es direkte oder indirekte Effekte?

00:20:49: Oder ist das die Gesamtlebenssituation?

00:20:50: Ich habe zum Beispiel mal einen Vortrag gehört oder einen Beitrag gehört.

00:20:54: Das war bei der Deutschen Gesellschaft für Endocranologie da ging's nur um die Psyche.

00:20:57: wo also eine Kollegin oder eine Endocronologin gesagt hat... Wechseljahrsbeschwerden, das muss man nur psychologisch therapieren.

00:21:04: Da brauchen wir gar keine Medikamente oder so.

00:21:06: Wir machen das mit einem psychologischen Ansatz und auch wenn man sich mit den Frauen unterhält ist es ziemlich cool wie die damit umgehen.

00:21:12: Es gibt Frauen die leiden... Ich habe heute wieder meine Hitzeballung und mir geht es überhaupt nicht gut.

00:21:18: Und dann steht die Nachbarin nebenan und guckt sie an, sagt du bist so ein richtiges Weichei!

00:21:23: Ja ich hab das auch aber ich mache da nicht so einen Gedöns draus.

00:21:26: ja also wenn ich würde mich das nie trauen das zu sagen.

00:21:29: aber so unterhalten diese sich teilweise untereinander das heißt die gehen auch ganz unterschiedlich um.

00:21:33: wir haben auch Fälle Ich mir das so praktisch mal vorstelle.

00:21:36: Es ist ja nicht so, dass die Damen bei uns in den Studien sind, dass das alte Frauen sind sondern das sind Frauen zwischen wie ich es gesagt habe Mitte vierzig und Mitte sechzig die auch alle noch im Berufsleben teilweise stehen und teilweise auch sehr anspruchsvolle Berufe haben.

00:21:49: Und wenn man dann sich mit einer Rechtsanwältin unterhält, da hat das Thema Hitzewallung ganz andere Dimensionen.

00:21:54: Ich steh da jetzt, mach mein Plädoyer vor Gericht und jetzt habe ich Hitze Wallung!

00:21:58: Das ist total ätzend.

00:22:00: ja weil ich in dem Moment mich gar nicht mehr konzentrieren kann.

00:22:02: So eine Hitze wallung ist ja was physiologisch tatsächlich passiert.

00:22:05: also das ist ja auch etwas was Männer vielleicht gar nicht verstehen.

00:22:08: Die Koppertemperastur steigt hier messbar an.

00:22:10: Die bildet sich das ja nicht ein.

00:22:12: es passiert hier wirklich.

00:22:13: Aber wie man damit umgeht, das ist dann die andere psychologische Ebene.

00:22:17: Also mein Erscheinungsbild, dass ich mich nicht mehr wohl fühle oder was auch diskutiert wird.

00:22:21: Wechseljahre bedeutet oft auch familiärer Umbruch erleben wir alle.

00:22:26: also jeder der Kinder großgezogen hat sieht dann, dass sie irgendwann pflüge werden und ausziehen.

00:22:32: Dann kriegt man schon mal schlechte Gefühle.

00:22:34: Ich habe das auch selbst durchlebt als meinen Sohn zum ersten Mal dann sagte ich ziehe jetzt raus Da ging es mir gar nicht gut damit.

00:22:43: Also selbst mir ging's nicht gut da mit und ich glaube, dass das auch eine Komponente ist die eine Rolle spielt, die dann noch bitte dazukommt.

00:22:49: Ja also auch an der Medizin ein gemein wird hier oft darüber diskutiert, dass es wieder Krankheitsbilder oder viel Auswirkungen von Krankheiten nicht gäbe wenn da nicht der psychische Aspekt wäre.

00:23:00: Wobei mir nochmal wichtig ist das zu betonen Die Wechseljahre selbst und der Eintritt in die Wechsel Jahre sind keine Krankheit Sondern es ist eine ganz normale physiologische Situation im Leben einer Frau.

00:23:11: Und da hat sich auch viel verändert, wenn man das anschaut.

00:23:14: Also früher war's tatsächlich so und gesellschaftlich in der Veränderung.

00:23:19: Da war gesagt ja warum gibt's das überhaupt?

00:23:21: Nach dem Motto Ja Wenn die Reproduktionsphase einer Frau beendet ist dann hat sie keine Existenzberechtigung mehr und dann kann sie sterben!

00:23:28: Das ist völliger Quatsch, auch biologisch totaler QuatsCH.

00:23:31: weil wir wissen aus der Zoologie oder aus der Biologie, da kommt dann der Biologe wieder.

00:23:35: Der sagt ja so was gibt es nicht nur bei Menschen, das gibt's auch bei Tieren und Postmenopausale, Wale und Elefantinnen.

00:23:45: Und warum gibt es das?

00:23:46: Da gibt es evolutionsbiologisch einen ganz wichtigen Punkt.

00:23:50: Ab einem bestimmten Alter ist es so, dass eine Frau wenn sie sich reproduziert einfach durch die Eizellen und durch die genetischen Veränderungen.

00:23:57: Das Risiko sehr groß ist das ein Nachkomme genetisch geschädigt ist, dass die Schwangerschaft nicht gut verläuft und deswegen macht es überhaupt keinen Sinn mehr selbst Kinder zu bekommen.

00:24:06: Es macht aber total viel Sinn alt zu werden auch wenn man nicht mehr reproduktionsfähig ist und dann als Oma die Töchter zu unterstützen in der Aufzucht ihrer Kinder weil auch das das Erbgut der Oma Das ist, es gibt so egoistische Gen.

00:24:21: Die Oma-Gene leben in den Kindern der Töchter weiter und deswegen macht das biologisch total viel Sinn im sozialen Gruppen, dass es eben ältere weibliche Individuen gibt die sich vor allen Dingen darauf fokussieren für den Erfolg, den Reproduktionserfolg der Jüngeren zu sorgen.

00:24:37: Da sehen wir auch bei Tieren, da sehen wir bei Wahlen, da sind wir bei Elefantinnen, das sehen wir beim Menschen eben auch.

00:24:43: ich kenne das aus anderen Kulturkreisen.

00:24:45: Ich war jetzt auf Bali, da gibt es doch die Großfamilie, die leben alle zusammen und selbstverständlich kümmern sich die Großeltern um die Aufzucht oder um die Erziehung der Enkelkinder und nehmen Last ab.

00:24:56: Und ich bin selbst in einer Großfamine aufgewachsen mit Oma und Opa zusammen im Haus was für meine Mutter sicherlich grauenvoll war wegen Erziehungsinterferierung und sowas.

00:25:05: aber für uns als Kinder war's toll!

00:25:08: Das gibt's heute nicht mehr weil die moderne Gesellschaft Flexibilität, wir sollen irgendwo hinziehen.

00:25:13: Wir sollen Jobs da suchen wo es die gibt.

00:25:15: und Menopause und Postmenopause ist keine Krankheit aber es entstehen Risiken für die Entstehung von Krankheiten.

00:25:23: das muss man differenzieren.

00:25:25: dass eigentliche geschehen ist keine Erkrankungen.

00:25:27: Genauso wenig bin ich schwangerschaftlich, das vielleicht mal dazu zu sagen.

00:25:29: Das ist auch keine Krankheit!

00:25:31: Es ist sehr interessant weil es gibt halt zwei Dimensionen also wenn ich das richtig verstanden habe der Wechseljahre.

00:25:37: das eine ist tatsächlich der Punkt wie die Frau sich fühlt was sehr abhängig davon ist wie sie psychisch aufgestellt ist und wie die Lebenssituation ist.

00:25:48: Es gibt aber natürlich noch die andere Dimension, die du gerade angesprochen hast.

00:25:51: Nämlich das gesundheitliche Risiko.

00:25:53: Das heißt es können dann Krankheiten entstehen?

00:25:56: Ich will mal in diese Richtung weiter fragen und zwar... ...es geht jetzt um das Thema Prävention.

00:26:01: Provokant gefragt wenn eine Frau oder wenn Frauen sich nicht rechtzeitig darum kümmern auch präventiv tätig zu werden oder als ich einfach mit dem Thema zu beschäftigen bedeutet das dann dass sie mit möglicherweise heblichen gesundheitlichen Risiken auch zu tun haben.

00:26:18: Kurzer Antwort ja.

00:26:20: und jetzt die differenzierte Antwort ja, weil wenn man es jetzt konkret auf die Situation der Frau zum Beispiel fokussiert, eines der drastischsten Beispiele ist sicherlich Osteoporose.

00:26:30: Und da bin ich auch momentan sehr sensibel, weil ich das selbst erlebt habe in den Studien.

00:26:34: Ich hätte nicht gedacht ehrlich dass das so ein riesiges Problem ist.

00:26:38: und Osteoperose sind Erkrankungen, das merken die Frauen nicht.

00:26:42: Wenn sie es merken Dann ist es zu spät, weil dann bedeutet das in der Regel, dass sie bereits eine Fraktur bekommen haben.

00:26:47: Und das kann sehr junges schähen!

00:26:49: Ich habe es tatsächlich erlebt im Freundes- und Bekanntenkreis wo Frauen in dem Alter von ein auf einem anderen Tag einen Wirbelbruch hatten und überhaupt keine Ahnung hatten wie osteoporotisch sie sind.

00:26:59: Mit dem Eintritt in die Menopause beschleunigt sich der Abbau der Knochendichte sehr schnell.

00:27:05: Die Frage, wann es dann so vermindert ist die Knochendichte.

00:27:09: Dass es einen Frakturrisiko gibt?

00:27:11: Das hat was damit zu tun.

00:27:12: wie hoch ist die knochendichter?

00:27:13: also nach dem Motto Wie schnell sinkt das ab?

00:27:15: dass es individuell wird auch von Lebensfaktoren beeinflusst.

00:27:19: und Es gibt die andere Komponente.

00:27:20: von welcher Basis gehe ich eigentlich aus wenn ich junge frauen habe?

00:27:24: Und die haben an ungesunden lebensstil.

00:27:27: das bedeutet sie rauchen und Sie ernähren sich zum Beispiel nicht bewusst, also nebenzu wenig Calcium auf.

00:27:36: Trinken vielleicht Alkohol und bewegen sich nicht.

00:27:38: Dann haben wir eine Situation wo die Knochendichte schlecht aufgebaut wird.

00:27:41: Und das ist eigentlich was, was Frauen machen müssen zwischen der Pubertät- und dem viertzigsten Lebensjahr.

00:27:46: Da müsste man eigentlich so gesund wie möglich leben und so viel Sport wie möglich treiben um die Knochendichte aufs höchste Level zu bringen weil von da an geht es immer nur noch bergab.

00:27:54: Das heißt wenn der Hügel groß ist, der Gipfel hoch ist dann zährt man lange davon.

00:28:00: Dann gibt es aber auch das Gegenteil.

00:28:02: Wir haben die Frauen, die total viel Sport machen und die machen zuviel.

00:28:05: Das sind dann unsere Leistungssportlerinnen Ausdauerathleten.

00:28:08: Die kommen dann ins sogenannte Red-S-Syndrom.

00:28:10: Die haben dann Energiedefizit weil sie einfach so viel körperlich aktiv sind und so wenig essen.

00:28:16: Auch aus Leistungsgründen ist gut für eine Triathletin schlankt zu sein kein Fett zu haben ganz ja und viel Sport zu treiben Und die bauen dann auch keine Knochen Dächter auf.

00:28:26: Das ist so ein Beispiel, da müssten die Frauen in dem Alter schon darauf achten.

00:28:29: Es ist natürlich schwierig wie mache ich Probenzion mit jungen Menschen, die noch keine Krankheiten haben?

00:28:34: Aber das ist ein schönes Beispiel.

00:28:36: und dann wenn sie es dann ins Klimaterium kommen oder in die Wechseljahre oder die Postmanupause, dann beschleunigt sich das eben rapide Und dann kann man auch noch was tun.

00:28:44: aber wenn ich mit Übergewicht und mit einem schlechten körperlichen Zustand schon in die wechseljahrerein gehe Dann werde ich auch sicherlich ein höheres Risiko haben als wenn ich fit bin.

00:28:54: also deswegen ja.

00:28:56: Also man muss schon vorbereitet sein.

00:28:58: Das Problem ist nur, wie bringe ich das den jüngeren Menschen bei in ihrem Alter schon an das Alter zu denken?

00:29:05: Ja, da liegt der Natur der Sache, dass man da im Prinzip wenig Gegenliebe hört weil es geht einem ja noch gut und man ist sehr fit.

00:29:13: Absolut!

00:29:14: Ist das dann eine auffällige Untersuchung?

00:29:18: Die klassische Methodik setzt ja praktisch eine ronten, logische Untersuchung voraus.

00:29:23: Das heißt was eigentlich gemacht wird ist dass man die Dichte des Knochens mit dem Dexascan testet und das ist eine radiologischen Untersuchungen die natürlich auch ne Strahlenbelastung darstellt und dementsprechend ja auch dann nicht beliebig häufig gemacht wird.

00:29:36: es gibt auch Biomaker die man messen kann.

00:29:38: die werden aber in den Leitlinien normalerweise zusätzlich eben gemacht also der Goldstandard die Messung der Knochendächte.

00:29:46: Deswegen kann man auch verstehen, dass natürlich nicht jede Person jetzt einfach X-Bilibik häufig zum Runden geschickt wird weil auch Kosten entstehen.

00:29:53: Auf der anderen Seite denke ich schon das ab einem bestimmten Lebensalter Das mega sinnvoll wäre, dass die Frau so was weiß ich mit Mittevierzig mal drüber nachdenkt sowas machen zu lassen insbesondere wenn es dann vielleicht noch eine Anamese in der Familie gibt Weil das ist ein Alter wo man vielleicht auch noch vor dem Eintritt in die Menopause anfangen könnte noch gegenzusteuern Präventionen zu betreiben Wenn dann die Knochenlichte so runter ist, dass Frakturrisiko besteht.

00:30:18: Kann man eigentlich nur Schadensbegrenzung betreiben?

00:30:20: Man kann es nur stoppen und jetzt nicht wieder auffüllen sozusagen.

00:30:24: Es gibt natürlich auch neue Therapiemöglichkeiten, es gibt neue Medikamente, die auch gut wirken, die natürlich auch wieder sehr teuer sind.

00:30:30: Da sind wir wieder beim Thema gesellschaftliche Kosten der Therapie.

00:30:35: Stichwort wird momentan nur von privaten Krankenkassen übernommen.

00:30:39: Und nein, aber der Tenor ist eigentlich, dass man den Aufbau der Knochen dicht ab einem bestimmten Alter nur noch sehr schwer hinbekommt.

00:30:48: Man muss unter allen Umständen eine Möglichkeit finden zu verhindern, dass die Frau ne Faktur bekommt.

00:30:53: Weil wenn man dann ne Fektur erlitten hat, dann führt das zur Einschränkung, die nicht schön sind und deswegen muss das eigentlich verhindert

00:31:00: werden.".

00:31:09: Zu welchem Arzt soll ich denn jetzt eigentlich gehen?

00:31:11: Also, wenn nicht mein Hormonstatus bestimmen lassen möchte in einer gesetzlichen Krankenversicherung.

00:31:16: Soll ich zum Hausarzt, zum Frauenarzt oder so direkt zum Endykvinologen werden?

00:31:20: Also auch wieder etwas komplizierter.

00:31:22: also meine Erfahrung war in den Gesprächen mit den Frauen dass der normale Hausarst erst mal das gar nicht macht Hormonspiegel zu bestimmen.

00:31:29: Der guckt in sein Budget und sagt brauche man nicht kostet Geld und machen wir nicht.

00:31:34: Also sei denn sie sind Privatpatientin dann es geht alles aber für den normalen Kassenpatientin ist das allein schon ein Problem.

00:31:41: Und so von der Frage, wo gehe ich denn dahin?

00:31:43: In einem guter Haus erst, in einem gutter Haus erst kann toll sein.

00:31:48: Aber wenn es jetzt um diese endkronologischen Sachen geht... Ich bin auch da, ich bin keine Frau.

00:31:53: Aber naheliegend ist ja meistens erstmal der Gynäkologe also der Frauenarzt wobei meine Erfahrung sagt dass es auch da sehr heterogenen ist was die Kenntnisse über Endokrinologie angeht.

00:32:04: Also nicht jeder Gynänologin, jeder Gönäkologi ist auch ein Endokrinaloge.

00:32:08: Meine gynägologischen Erfahrungen habe ich während der Schwangerschaft meiner Frau gemacht.

00:32:12: dabei glaube ich der Albtraum des Gynädologen weil Dauernd irgendwie vom Ultraschall bis zu den Hormonen nur geklugscheißt habt die ganze Zeit und das war glaube ich für denen nicht so schön.

00:32:24: Ich frage auch zum Beispiel meine Freundinnen, die jetzt zum Beispiel so konfrontiert sind mit Osteoporose haben sie bei euch die Hormone bestimmt?

00:32:31: Haben die für der Mindestspiegel bestimmt?

00:32:33: was kriegt ihr jetzt?

00:32:34: Das ist total unterschiedlich.

00:32:36: ja!

00:32:36: Jetzt hast du gerade schon die verschiedenen Blutwerte angesprochen.

00:32:41: Also was für Laborwerte sollen denn abgenommen werden?

00:32:44: In der Phase, wo man denkt, aha jetzt bleibt die Regelblutung aus bin ich denn jetzt schon in der Situation, wo meine hormonellen Veränderungen dauerhaft sind.

00:32:53: Da gibt es eigentliche Standarddachen, die man bestimmt Progesterone, Australiol... Ich würde auch immer Testosteron mitbestimmen lassen.

00:33:00: das wird nicht oft gemacht aber das finde ich auch wichtig.

00:33:03: und dazu noch Luteinisierendes Hormon und Vollickelstimulierung des LHFSA, weil das typische Profil der Postmenopausalen Frau sieht eben so aus.

00:33:12: Dass die Östrogene ganz unten sind und FSA ist total weit oben.

00:33:17: Und wenn man das Profil hat mit der Aussage ich habe seit einem Jahr keine Regelblutung mehr Dann kann man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Frau tatsächlich postmenopausal ist.

00:33:28: Und das sind bei uns auch die Allschlusskriterien.

00:33:29: Wenn wir die Frauen in die Studien reinnehmen dann ist es genau das was wir untersuchen.

00:33:34: Aber da ist ja eigentlich eine relativ lange Zeit, in der wir jetzt überhaupt nicht wissen, was mit uns los ist und wir können auch nirgends wohin gehen?

00:33:40: Man kann schon aber... Die Frage ist halt was man für Ratschläge bekommt.

00:33:43: und das Problem ist her wirklich, dass diese Frau in dieser Übergangsphase dass das ja wirklich alles völlig fluktuierend ist und vollkommen aus der Kontrolle gerät.

00:33:52: Und was ja viele auch gar nicht wissen, ist, dass das auch ein Risiko ist zum Beispiel für die Entstehung dann von anderen endokrinologischen Störungen, die auch sehr gravierend sind wie z.B.

00:34:01: Schildrösenhormonen unter Funktionen.

00:34:03: Das taucht genau in dieser Phase häufig auf.

00:34:06: Da sind Frauen sowieso viel häufiger von betroffen als Männer.

00:34:09: Wir haben hier zum Beispiel auch ganz junge Frauen in der Spottesschule Studentinnen im Alter von ein paarundzwanzig die Sporttreiben, die Schildrusen unter Funktion haben.

00:34:17: Was wir früher gar nicht thematisiert wurde.

00:34:19: also das hat nicht nur die älteren Damen nach einer Schwangerschaft trittsvermehrt auf und nach der Menopause ganz häufig.

00:34:25: Und das ist natürlich dann auch wieder so eine Frage.

00:34:27: wenn ich jetzt zb sehe dass eine Frau Problem hat, Gewicht zu halten.

00:34:31: Dann ist das jetzt eigentlich die Folge des Östrogenmangels.

00:34:35: oder hat sie auf einmal eine Schildrüsenunterfunktion?

00:34:37: Das heißt ich muss auch die Schildrüsenhormone mitbestimmen.

00:34:40: Das gehört auch mit dazu gerade wenn man jetzt damit konfrontiert ist dass man sagt Ich kann mein Gewicht nicht mehr halten.

00:34:46: Ich nehme zu Fettverteilung ändert sich.

00:34:49: Das kann auch eine schildrüsten Störung sein Die dann auftritten vorher vielleicht nicht da war.

00:34:56: mich betrifft es zum Beispiel auch also Schilddosen unter Funktion.

00:35:00: Ich habe jetzt gerade Werte bekommen, dass mein Arzt mir gesagt hat auch in Sportmediziner lass dich bitte auf Hashimoto mal untersuchen und das bin ich natürlich da und denke mir so okay wie grenzt man das dann ab?

00:35:12: Hashi-Moto ist ja nun sehr weit verbreitet, das kenne ich auch zu genüge.

00:35:17: Da kann die Frau noch viel Sport treiben und noch so viele Ostrogene nehmen wenn nicht genug Schilddußenhormone ist dann wird sie das Problem mit dem Gewicht nicht in den Griff bekommen.

00:35:27: Dann fängt er eine Chronologe an, Schild-Rusen-Hormon zu geben.

00:35:30: Das führt aber in der Regel zu einer Gegenregulation dann im Körper.

00:35:34: Das ist ja das was ich vorhin sagte.

00:35:35: Da ist ein Gleichgewicht.

00:35:37: in dem Moment wo ich von außen interferiere... verändert sich das Ganze.

00:35:41: Das kann dann auch ganz schnell in die eine oder andere Richtung ausschlagen.

00:35:45: und wenn man jetzt von außen Schildrüsen-Humonen gibt, dann unterdrückt man die körpereigene Produktionen, da gibt man wieder mehr.

00:35:51: Und dann ist es aber nicht nur entscheidend wie viel schildrüsende Humeon habe ich sondern wie viel freies schildrüsen-humeon hab' ich?

00:35:56: Wie wird das gebunden im Körper und wie wird das wieder beeinflusst?

00:35:59: also dass ja was Endokronologie so spannend macht für den Endokroneologen und so schlimm für ne betroffene Person die eben an der endokronelogischen Erkrankung leidet weil Gar nicht so einfach ist, das in den Griff zu kriegen.

00:36:12: Das müssen dann eben die Endokrinologen versuchen individuell rauszufinden was ist das richtige Medikament?

00:36:18: Was ist die Dosis?

00:36:19: Ist es jetzt eine Folge?

00:36:20: nur der SS-Drogenemangel muss sich schildruten um unsubstituieren.

00:36:24: Die gehe ich damit um schwierig.

00:36:26: Also es ist ja quasi so wenn ich jetzt zum Arzt gehe und Ich bin ständig müde, das ist ja auch ... könnte ja auch der Hashimoto sein oder ich habe eine Gewichtszunahme.

00:36:35: Dass ich dann eigentlich schon dahin gehen muss mit meiner kleinen Liste und sagen müsste es könnte ja sein dass ich in der Pirimeno-Pause bin.

00:36:42: wie kann man den Arzt dazu bringen, dass er das testet?

00:36:45: Genau die Situation hatten wir vor einiger Zeit, dass meine Frau über Müdigkeit geklagt hat Und der Meinung war sie ist nicht richtig eingestellt mit dem Schildrösenhormon.

00:36:56: Und dann habe ich mir die Blutwerte angeschaut, ein großes Blutbild gemacht und große Analyse gemacht.

00:37:02: Klar waren die Östrogene im Keller und Schildtusenhormonen war aber ausreichend vorhanden.

00:37:07: Dann habe ich mich die Eisenwerte angeschaut und hab gedacht da ist noch einen Ausrufezeichen hinten dran.

00:37:12: Da bin ich zu meiner Frau und hab gesagt, Eisennmangel total?

00:37:16: Ist das nicht angesprochen worden?

00:37:18: Ist doch hier eindeutig!

00:37:19: Ne, haben wir nicht drüber gesprochen.

00:37:21: Hat er nicht gesagt?

00:37:22: Jetzt kriegt ihr Eisenpräparate substituiert.

00:37:25: Das kann auch eine Ursache für Müdigkeit sein.

00:37:27: Das heißt eigentlich wenn man verstehen will, wenn eine Frau spezifische Probleme hat zum Beispiel müde ist dann kann es an den Östrogenen legen.

00:37:35: Es kann sein dass sie einen Eisenmangel hat das kann sein, dass es nicht Schildhosen unter Funktion ist.

00:37:39: Es kann alles zusammen sein und dementsprechend muss ich mir erst mal die Werte erheben, um das überhaupt festzustellen.

00:37:46: Und im zweiten Schritt muss ich mir auch die Zeit nehmen, dass ihm Hube anzuschauen und zu analysieren.

00:37:51: Wenn man jetzt natürlich ein Hobbyendocrinologen oder ein Hobbygynecologen, was auch immer als Lebenspartner hat dann macht der das, der guckt da drauf und klugscheißt und der Arzt in der Praxis eine von vielen Patientinnen Zeitstress und dann wird sowas übersehen.

00:38:08: Viele haben gar nicht die Zeit oder die Möglichkeit sich so intensiv mit der Patientin zu beschäftigen.

00:38:13: Die gucken nur, ist keine Leukämie oder so, jetzt mal überspitzt gesagt also kein lebensbedrohlicher Zustand und dann verschreiben wir mal was und dann geht der Patient nach Hause.

00:38:24: Dann kommen wir noch mal zu den Risiken, die durch einen abschinkenden Hormonspiegel während der Wechseljahre entstehen können.

00:38:30: Da haben ja einmal die kardiovaskulären Erkrankungen also Bluthochdruck, steife Blutgefäße was hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann aber auch Stoffwerkserkrankung wie Osteoporose.

00:38:43: Würdest du nach deinen Kenntnissen Frauen ab einem gewissen Alter zu einer Hormonersatstherapie raten?

00:38:48: Also das muss man auch wieder differenzieren.

00:38:51: ich persönlich als Ethnokrinologe, finden das Hormone etwas sehr Positives sein können.

00:38:58: Und ich weiß auch dass es Beschwerden gibt in den Wechseljahren die man eigentlich nur oder fast nur effektiv mit Hormonen behandeln kann.

00:39:07: also wenn wir uns zum Beispiel immer die Hitzerwahlungen anschauen ist es tatsächlich so dass es nichts Effektiveres gibt für Hitzeballon als der Gabel von Hormonen.

00:39:17: Und ich weiß auch aus den Gesprächen mit den Frauen, die unter Hormonersatztherapie sind dass sich bei vielen Frauen schlagartig viele Dinge verändern.

00:39:25: das merken die Frauen sofort und sind dann meistens auch sehr begeistert und es hilft ihnen noch im Alltag.

00:39:30: insofern bin ich nicht gegen Hormonasatztherapie also persönlich obwohl ich auch die Risiken kenne natürlich wie zum Beispiel das osteoporose risiko oder auch das kardiovaskuläre Risiko.

00:39:43: Also die Langzeitkiller, Diabetes, Krebsrisiko Fragezeichen – das war ja eine der Großen – ist meiner Meinung nach immer noch ein Diskussionspunkt, den man nicht vergessen darf.

00:39:56: Ich finde, dass es eine individuelle Entscheidung, die abhängig ist von der individuellen Situation ums mal konkret auf eine Empfehlung zu bringen.

00:40:05: Ich bin kein Arzt aber vom meiner endokronologischen Meinung her was ich nicht gut finden oder wo ich mich nicht mit anfreunden kann ist der Gedanke, dass Frauen jetzt einmal eine Hormonersatztherapie bekommen und dann bleibt das so die nächsten zwanzig dreißig Jahre.

00:40:19: Es ist für mich ne Übergangssache,

00:40:22: d.h.,

00:40:23: wenn es ganz schlimm kommt, wenn die Beschwerden groß sind, würde ich den Frauen sagen okay, wenn's gar nicht anders geht und ihr meint, es tut euch gut und ihr fühlt euch damit, da macht das unter den entsprechenden Risikoabwägungen

00:40:35: natürlich.".

00:40:37: Aber jetzt sozusagen jahrzehntelang nach ART zu sein, das kann ich mir nicht vorstellen.

00:40:43: Weil es ist nicht natürlich!

00:40:44: Das muss man auch so sehen.

00:40:45: nochmal die Menopause ist keine Krankheit.

00:40:48: Die Menopause ist ein physiologischer Zustand der die Entstehung von Krankheiten begünstigt und mit Nebenwirkungen verbunden ist.

00:40:56: Frau ist nicht Frau, es gibt Risikogruppen.

00:40:58: Die Frage ist was für eine Hormonersatztherapie?

00:41:00: Auch da gibt's Unterschiede!

00:41:01: Ich würde niemals empfehlen das dauerhaft zu nehmen also auf Jahre hinweg und ich würde auch nichts sagen... Und das ist eigentlich das gefährliche an der Sache.

00:41:11: Ich nehme Hormone, ich muss jetzt keinen Sport mehr machen und nicht auf die Ernährung achten.

00:41:15: Ja, das kann es auf keinen Fall sein.

00:41:16: Da brauchen wir uns nicht drüber unterhalten.

00:41:18: was mich interessiert ist zum Beispiel kann ich denn mit der Dosierung der Hormone vielleicht runtergehen?

00:41:23: Was ja dann immer positiv für die Nebenwirkung ist also Kombination von Bewegungen und Einnahme von Medikamenten Die meisten Pharmaunternehmen wollen einfach ihre Medikamente verkaufen und dass man das vielleicht verbessern kann, die Wirkung oder so indem man zusätzlich das in den kompletten Lebenslifestyle-Interventionen einbettet.

00:41:43: Das kommt da gar nicht vor!

00:41:44: Das müsste es aber eigentlich sein.

00:41:46: Das könnten wir also vorstellen, dass Frauen zum Beispiel Hormone nehmen, aber wie viele Trigadosierungen wenn sie regelmäßig denen in den Sport treiben?

00:41:52: Oder wenn Sie keine Ahnung, regelmäßig meditieren, dass die Hitzeballung in Kombination mit Hormonen dann auf einmal weg sind?

00:41:58: Sowas fehlt mir ja... Aber da gibt es Gründe warum das nicht gemacht wird.

00:42:03: Das sind halt viele auch Interessen, die dahinterstecken.

00:42:08: Ich steigen wir da doch mal ein.

00:42:10: Da gibt es ja auch unterschiedliche Möglichkeiten, Hormone zu konsumieren, sag ich mal.

00:42:15: Es gibt ja so wie ich das verstanden habe eine klassische, ich nenn's jetzt auch mal pharmazeutische Therapie mit synthetischen Hormonen.

00:42:22: dann gibt es biodentische Hormonersatztherapie und es gibt ja auch diese Phyto-Hormone dieser rein pflanzlichen Weg.

00:42:30: Kannst du mal ganz kurz erklären wo die Unterschiede sind?

00:42:33: Ja also fangen wir mal mit dem bioidentischen Hormon ein.

00:42:37: Wir haben ja alle unsere Hormone, die unser eigener Körper produziert und das sind bei den Frauen eine ganze Reihe von Östrogenen und Gästergen-Varianten aber die dominierenden sind ja das siebzen Betaeustradiol und das Brokosteron zumindestens bei der Frau in der Prämienopause.

00:42:53: Und wenn man jetzt den Frauen exogen also von außen genau diese Hormonen gibt dann redet man vom Bioidentischen.

00:43:03: Das hört sich erst mal toll an, so wie ein bio-natürliches Aroma.

00:43:07: Aber das muss nichts Tolles sein!

00:43:09: Wenn ich jetzt das Brustkripsrisiko mir anschaue... Entschuldigung aber da ist es vollkommen egal ob das Hormon in meinem Körper produziert wird oder ob ich das von außen gebe?

00:43:18: Es ist das siebzehn-better-Östradiole.

00:43:20: Das Hormone bleibt ein Hormonen und wenn ich's vom Außengebe dann greife ich in den endocrinen Mechanismus ein.

00:43:25: Und die Frage ist jetzt was passiert im Körper eigentlich damit Also mit dem Natur identisch, das stößt mir seit einer gewissen Zeit tierig auf.

00:43:34: Da habe ich mich mit vielen Kolleginnen und Kollegen unterhalten.

00:43:37: Die sehen das ähnlich... Das ist so ein Marketing-Gag momentan!

00:43:40: Wir haben früher genau das Gegenteil gesagt, wir müssen was Besseres finden als die natürlichen weil wir wollen die guten Sachen erhalten in der Substanz und die schlechten Sachen raus.

00:43:49: D.h.,

00:43:49: ich konstruiere mehr jetzt ein künstliches Hormon.

00:43:51: Das hat noch alle guten Eigenschaften und die gibt's auch und die Schlechten sind weg.

00:43:55: Es gibt ja Abkömmlinge von Oestrogen, die nur auf den Knochen wirken und nicht auf den Otterus.

00:44:00: Und die keinen Brustkrebsrisiko machen.

00:44:02: oder es gibt Hormone, die sogar Brustkriebsrisik vermindern aber trotzdem zum Beispiel positive Effekte am Knochengnachen haben.

00:44:09: also das ist jetzt alles sehr komplex und würde uns jetzt völlig abfringen vom Weg.

00:44:13: ich will damit nur sagen wenn ich jetzt irgendwie ein Pudding esse und da ist richtige Vanille drin und es ist keine künstliche dann Gut, wenn ich schreibe.

00:44:22: Ich habe natürliches Aroma aber beim Hormon ist das nicht so.

00:44:26: auch sehr interessant die Applikationsform der Hormone.

00:44:28: also kriege ich die jetzt sozusagen Oral appliziert oder krieg ich die auf die Haut geschmiert.

00:44:34: da wird dann oft argumentiert dass das Transdermale, dass das zum Beispiel weniger Nebenwirkungen hätte und es gibt auch thermokologische Gründe für das stimmt schon.

00:44:43: Wenn man's oral nimmt dann wird das ja erst mal über die Leber geleitet Also vom Namen aus Und dann wird in der Leber auch was verändert und das belastet die Leber.

00:44:53: Wenn man es auf die Haut schmiert, gehts direkt in den Blutkreislauf weil die Hormone ja praktisch durch die Haut hindurch diffundieren können.

00:45:00: Das berühmte Pflaster, was ich aus unseren Studien sehr gut kenne.

00:45:04: Aber ist das jetzt gut?

00:45:06: Ja, gut kann man sagen, hat gewisse Vorzüge aber dazu muss man zum Beispiel wissen, dass Gästergene z.B.

00:45:13: gar nicht transtermal verfügbar sind, die gehen gar nicht über die Haut.

00:45:16: D.h.,

00:45:17: wenn ich also in eine Hormonersatztherapie die Nebenwirkung der Oestrogene auf den Uterus vermindern will, indem ich gleichzeitig Gästergene gebe.

00:45:25: Kann aber Oestrogenen zwar transtermal geben, Gästergene nicht?

00:45:29: Dann fehlt mir ja auch eine Sicherheitskomponente und dann ist das auch nicht gut!

00:45:32: Also das sind die beiden Klassen und das andere sind die Füttohormone.

00:45:36: Das ist ein Forschungsthema Jahrzehnte lang bearbeitet und es gibt weiß ich nicht Dutzende von Publikationen, von uns.

00:45:42: Und es gibt auch offizielle Empfehlungen zu dem.

00:45:45: zum Beispiel die Senatskommission für Lebensmittelsicherheit hat vor ungefähr sechs Jahren die letzte Stellungnahme zur Einnahme von Phyto-Oestrogen veröffentlicht.

00:45:55: Da war ich auch dran beteiligt an der Erstellung.

00:45:57: das kann man sich bei der DFG und in anderen Quellen kostenlos runterladen und da werden die gesamten Risikoaspekte im Prinzip aufgearbeitet.

00:46:09: Und die Empfehlung lautet, dass generell nicht abgeraten wird von der Einnahme von solchen Phyto-Oestrogenen wobei die Wirksamkeit ja teilweise auch nicht gegeben ist.

00:46:20: also gegen Hitzewahlungen zum Beispiel wirken die gar nicht.

00:46:22: Da gibt es keine Evidenz dafür.

00:46:24: da gibt's dann andere pflanzliche Inhaltsstoffe bei denen wir auch Forschungsprojekte haben die bei manchen Frauen sehr gut wirken.

00:46:30: Also es gibt natürlicher Alternativen zu den Oestrogenen.

00:46:33: das ist aber individuell immer sehr unterschiedlich.

00:46:35: Aber bei den Phytoestrogenen zum Beispiel ist es so, dass wir sagen empfohlen wird die Einnahme in einer Konzentration wie sie der maximalen Aufnahmemöglichkeit über Nahrungsmittel entspricht.

00:46:45: Das heißt wenn ich jetzt also weiß, wir haben asiatische Länder und er wird halt viel Soja gegessen und da ist eben ganz viel von diesen Substanzen drin das wir sagen okay die maximale Einnahme sollte glaube ich nicht über hundert Milligramm am Tag sein und um das zu erreichen muss man glaube ich anderthalb bis zwei Liter Sojamilch am Tag trinken was schon ein Wort.

00:47:05: Aber wenn man jetzt zum Beispiel diese isolierten Substanzen nimmt, Nahrungsergänzungsmittel die es überall frei verkäuflich gibt.

00:47:12: Wir haben Frauen gehabt hier in Studien und wir haben das befragt.

00:47:16: Wir kamen dann raus dass sie am Tag teilweise bis zu eins bis einzigundfünf Gramm davon nehmen.

00:47:22: Also nach einem riesigen Unterschied ob ich in Japan lebe und als kleines Mädchen schon mit Soja Tofu gefüttert werde oder ob ich anfange mit Mitte Fünfzig als europäische Frau Kilowiese, so ja, Isuflavone in mich reinzuschütten.

00:47:39: Und die empfohlene Dosis ist hundert Milligramm am Tag.

00:47:42: Argumentation?

00:47:43: Das ist ja pflanzlich!

00:47:45: Was aus der Pflanze kommt, das ist doch natürlich... Die schlimmsten Gifte, die wir kennen, die toxischen Substanzen kommen mit aus Pflanzen also weiß jeder.

00:47:53: Also nichts nicht alles was aus der Flanze kommt.

00:47:54: Ist gut.

00:47:54: aber so wird argumentiert und das ist gefährlich.

00:47:57: Wir haben da ganz lange darüber gearbeitet, es gibt gute Aspekte.

00:48:00: Wir haben zum Beispiel damals festgestellt, dass bei uns zumindest in den Modellen Phytoestrogene unter anderem auch auf den Knochen positiv wirken können.

00:48:08: Aber nur wenn es kombiniert wird mit Training zum Beispiel!

00:48:12: Das war ein publizierter Quindersens, fließt in die Praxis halt nicht mit ein... aber so hemmungslos PhyTOestrogenen nehmen würde ich dann eher sagen also Wenn ihr wirklich ganz massive Hitzeballung habt, wenn es euch ganz schlecht geht und ihr habt Hitze ballungen, bevor ihr da anfängt die Sojatabletten zu schlucken.

00:48:32: Entweder guckt ihr auf was anderem pflanzlichen.

00:48:34: Da gibt's Präparate aus Chemizifuga also Traubensilberkerze.

00:48:37: das hilft vielen Frauen.

00:48:38: Da gibts aber auch Frauen, die reagieren da gar nicht drauf.

00:48:40: Und wenn das nicht hilft Mädels dann lebt euch halt ein Pflaster!

00:48:44: Da seid ihr noch besser dabei bedient, als wenn ihr jeden Tag von irgendeinem Soja-Extrakt, den euch reinschüttet.

00:48:50: Weil es wird nur empfohlen für Frauen die keine Anamese mit Brustkrebs haben.

00:48:54: Das Problem ist nur wir wissen dass viele Frauen eben tatsächlich vor Stufen von Brustkriebs in sich tragen.

00:48:59: das trägt jeder.

00:49:01: Und wir wissen halt nicht, ob dann nicht eventuell so ein schlafender Zwerg geweckt wird.

00:49:06: Das ist die Befürchtung.

00:49:07: Deswegen würde ich auch immer sagen erst mal Lebensstilumstellung.

00:49:10: wenn dir das nicht hilft Dann gibt es pflanzliche Alternativen.

00:49:12: was weiß ich?

00:49:13: diese Zimizifogapreparate von denen man weiss dass sie teilweise gut wirken.

00:49:17: und Wenn du da immer noch nicht drauf ansprichst dann red ma mit einer Gynäkologin mit einem Gynädologen Ob nicht evtl doch für dich jetzt in deiner spezifischen Lebenssituation?

00:49:25: Dass Hormon dann doch notwendig ist.

00:49:28: Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, dann bleibt gerne bei uns.

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